Drama auf hoher See: Autotransporter in Seenot vor Borkum
Ein Autotransporter hat nach einem Brand im Maschinenraum seine Manövrierfähigkeit vor der Nordseeinsel Borkum verloren. Nachdem die "MS Thames Highway" den Emder Hafen am Montagabend verlassen hatte, brach das Feuer aus, wie das Havariekommando berichtete.
Dank der schnellen Reaktion der Crew, die den betroffenen Bereich luftdicht abschloss, konnte eine Ausbreitung verhindert und der Brand gelöscht werden. Sicherheitsteams aus Cuxhaven und Wilhelmshaven fuhren in der Nacht per Hubschrauber an Bord, um verbleibende Glutnester zu überprüfen.
Aufgrund der Maschinenschäden ist das Schiff nun außer Gefecht und wird von einem privaten Bergungsteam zurück nach Emden geschleppt. Erfreulicherweise blieben alle 18 Besatzungsmitglieder sowie der Lotse unverletzt.
Der 149 Meter lange Transporter wartet nun außerhalb des Fahrwassers der Emsmündung in sicherem Abstand vor Ankerkette. Dabei sind keine Umweltgefahren durch Schadstoffaustritte gegeben, obwohl Wellen von bis zu zwei Metern Höhe den Transporter umspülen.
Der Transporter war auf dem Weg nach Grimsby in Großbritannien und hatte 1.294 Fahrzeuge an Bord, einschließlich 477 Elektroautos. Ein Seenotrettungskreuzer, weitere Schiffe und Hubschrauber stehen stand-by, um bei Bedarf schnell eingreifen zu können.

