Drägerwerk: Medizintechnik im Aufwind trotz Verlusten im Quartalsgewinn
Drägerwerk, der renommierte Medizin- und Sicherheitstechnikspezialist, hat sich trotz eines Gewinnrückgangs im zweiten Quartal für das laufende Jahr optimistisch gezeigt. Die Unternehmensführung hielt an ihrer Jahresprognose fest und erhofft sich durch steigende Aufträge einen positiven Ausblick.
Insbesondere die Medizintechnik-Sparte konnte erfreuliche Zuwächse verzeichnen. Im vergangenen Vierteljahr sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um die Hälfte auf 20 Millionen Euro. Der Rückgang ist auf außerordentliche Gewinne aus dem Vorjahr zurückzuführen, die durch den Verkauf eines Geschäftsteils und eines Grundstücks erzielt wurden.
Dennoch konnte sich die Dräger-Vorzugsaktie am Montag nach anfänglichen Verlusten um beinahe ein Prozent erholen. Dies geschah trotz des allgemeinen Drucks auf die Aktienmärkte durch neue Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber der EU. Bemerkenswert ist, dass die Dräger-Aktie in diesem Jahr bereits um fast 50 Prozent zugelegt hat.
Ein Lichtblick zeigte sich beim Auftragseingang, der im Jahresvergleich um 10,5 Prozent auf etwa 877 Millionen Euro anstieg. Besonders die Medizintechnik profitierte von einer gesteigerten Nachfrage und sammelte etwa 20 Prozent mehr Aufträge, was vor allem auf einen bedeutenden Mehrjahresauftrag aus Mexiko zurückzuführen ist. Hingegen erlebte die Sicherheitstechnik einen leichten Rückgang der Bestellungen.
Der Umsatz des Unternehmens sank um 0,6 Prozent auf 780 Millionen Euro, wobei der starke Euro die Entwicklung dämpfte. Währungsbereinigt konnte Drägerwerk jedoch einen Umsatzanstieg von 1,8 Prozent verzeichnen. Die Medizintechnik kehrte nach einem Vorjahresrückgang auf den Wachstumskurs zurück und steigerte sich um über zwei Prozent, währungsbereinigt sogar um fünf Prozent. Die Sicherheitstechnik verzeichnete Verluste.
Für das Jahr 2025 bestätigte das Unternehmen seinen Ausblick und erwartet, dass der Umsatz währungsbereinigt um 1,0 bis 5,0 Prozent zulegen könnte. Die operative Marge soll dann zwischen 3,5 und 6,5 Prozent liegen, während sie im letzten Quartal 2,6 Prozent betrug. Drägerwerk plant, am 29. Juli detaillierte Zahlen zu veröffentlichen.

