Dow Jones setzt Höhenflug fort: Gemischte Stimmung an den US-Börsen
Der US-amerikanische Leitindex Dow Jones erlebte einen weiteren glanzvollen Tag und setzte seinen Aufwärtstrend am Freitag unbeirrt fort. Im frühen Handel verzeichnete der wohl renommierteste Aktienindex der Welt einen Anstieg um 0,3 Prozent und erreichte damit 48.845,14 Punkte. Als Katalysator für diesen Höhenflug diente die jüngst beschlossene Leitzinssenkung der US-Notenbank Mitte der Woche. Ergänzend dazu kündigte die Federal Reserve an, bald den Kauf von kurzlaufenden Anleihen in Angriff zu nehmen, ein Manöver, das mit dem Ziel einer Entspannung am US-Geldmarkt für neuen Optimismus sorgte. Branchenexperten von der Commerzbank attestieren den Aktienmärkten eine spürbare Freude über diesen zusätzlichen Liquiditätsschub.
Im Gegensatz zum Dow Jones, der traditionell von klassischen Branchenunternehmen geprägt ist, mussten sich der marktbreite S&P 500 sowie der Tech-Schwergewichtler Nasdaq 100 hingegen mit einer Dämpfung ihrer Performance abfinden. Beide Indizes standen unter dem Einfluss von Bedenken um das viel diskutierte Boomthema Künstliche Intelligenz, das zuvor lange Zeit als Treiber für Kursgewinne gefeiert wurde. Als Ergebnis verzeichnete der S&P 500 einen Rückgang um 0,3 Prozent und schloss bei 6.881,15 Punkten, während der Nasdaq 100 um 0,8 Prozent auf 25.480,80 Punkte fiel.
Ein bedeutender Stimmungsdämpfer waren die neuesten Entwicklungen im Technologie- und Halbleitermarkt. Nachdem der Softwareanbieter Oracle bereits für Enttäuschung gesorgt hatte, versetzten nun auch Nachrichten vom Chipzulieferer Broadcom den Investoren einen Rückschlag. Trotz guter Ergebnisse im Schlussquartal und einer generell positiven Quartalsprognose trübten Aussagen über den KI-bezogenen Auftragsbestand die Stimmung der Anleger. Die Folge war ein Kurseinbruch der Broadcom-Aktie um nahezu zehn Prozent.
Mit Blick auf die Zukunft bleibt jedoch ein Silberstreif am Horizont: Die Aktie hat noch immer beeindruckende Kursgewinne vorzuweisen, die sich seit 2025 auf fast 60 Prozent summieren.

