Douglas trotzt schwierigen Zeiten mit leichtem Umsatzplus

Die Parfümeriekette Douglas sieht sich nach eigenen Angaben mit anhaltender Unsicherheit und erhöhter Preissensibilität ihrer Kundschaft konfrontiert. Diese Entwicklung hat zuletzt zu einem gezielteren Kaufverhalten und einer durch Rabattaktionen geprägten Nachfrage geführt, was sich belastend auf das Geschäft auswirkte, wie das Unternehmen bei der Vorstellung seiner Geschäftszahlen bekannt gab.
Verbraucherinnen und Verbraucher prüfen derzeit ihre Ausgaben sorgfältiger, erklärte Douglas-Chef Sander van der Laan. Diese Entwicklung verschärft den Wettbewerb und macht Preisnachlässe für alle Anbieter wichtiger. Nach einer Phase des Aufschwungs während der Zeit nach der Pandemie spürt der Konzern nun Gegenwind im europäischen Geschäft.
Van der Laan erklärte weiter, dass geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und steigende Lebenshaltungskosten zu einer Kaufzurückhaltung beigetragen haben, die insbesondere in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden zu spüren ist. Diese Faktoren bremsen das Marktwachstum in Europa. Dennoch bleibt das Geschäftsmodell von Douglas profitabel.
Das traditionell besonders umsatzstarke Quartal von Oktober bis Dezember führte trotz des schwierigen Umfelds zu einem leichten Umsatzanstieg: In diesen drei Monaten stiegen die Einnahmen laut Unternehmensangaben auf 1,67 Milliarden Euro, was einem moderaten Anstieg von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In der Dach-Region, einschließlich Deutschland, wuchs Douglas hingegen lediglich um 0,6 Prozent. Der Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,2 Prozent auf knapp 145 Millionen Euro.
Für das im September endende Geschäftsjahr prognostiziert der Konzern einen Umsatz zwischen 4,65 und 4,8 Milliarden Euro. Douglas betreibt nach eigenen Angaben weltweit etwa 1.960 Filialen, davon rund 340 in Deutschland.

