Douglas trotzt Herausforderungen im Einzelhandel
Die renommierte Parfümeriekette Douglas steht weiterhin im Gegenwind der konsumkritischen Zeiten, welche sich vor allem im jüngsten Geschäftsquartal bemerkbar machten. Der Umsatz des Unternehmens sank im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 939 Millionen Euro. Belastende Faktoren waren unter anderem das in das dritte Quartal verschobene Osterfest und die generelle Konsumzurückhaltung der Kundschaft. Während in Mitteleuropa, insbesondere in den zentralosteuropäischen Märkten, ein Umsatzwachstum verzeichnet werden konnte, blieben die Erlöszahlen im deutschsprachigen Raum und in Frankreich hinter den Erwartungen zurück.
Der Kurs der im SDax gelisteten Aktie von Douglas fiel am Donnerstagvormittag um etwa ein halbes Prozent. Seit dem Börsendebüt hat der Aktienwert damit mehr als die Hälfte seines ursprünglichen Ausgabepreises eingebüßt, ohne seitdem einmal die Marke von 26 Euro je Aktie überschreiten zu können. Im Laufe des aktuellen Jahres hat das Papier bereits 43 Prozent an Wert verloren.
Trotz der Widrigkeiten fiel das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie bereinigt um Sondereffekte mit 122,4 Millionen Euro niedriger aus als im Vorjahr, blieb jedoch über den pessimistischeren Vorhersagen der Analysten. Ein Silberstreif am Horizont ist die Reduktion des Nettoverlusts von 41 Millionen auf nunmehr 19 Millionen Euro aufgrund eines besseren Finanzergebnisses. Um den aufkommenden Herausforderungen zu begegnen, konzentriert sich Douglas verstärkt auf Kosteneffizienz.
Obwohl die Jahresziele im März nach unten korrigiert werden mussten, hält das Unternehmen an einem moderaten Umsatzzuwachs auf etwa 4,5 Milliarden Euro fest, wobei 17 Prozent dieses Erlöses als bereinigtes Ebitda avisiert werden. Für die kommenden Jahre wird eine Anpassung der mittelfristigen Ziele im Zuge des globalen politischen und wirtschaftlichen Klimas sowie der Stimmung auf den Schönheitsmärkten erwartet. Im Dezember sollen dann Details zur neuen Prognose bekanntgegeben werden.

