Douglas spürt Preisdruck: Ergebnis im Weihnachtsquartal enttäuscht
Douglas, die prominente Parfümeriekette, sah sich im Weihnachtsquartal mit einem Gewinnrückgang im Tagesgeschäft konfrontiert. Während der Umsatz im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember leicht anstieg, blieb der operative Gewinn hinter den Analystenerwartungen zurück. Diese Nachricht sorgte für negative Reaktionen an der Börse. Die Aktie von Douglas fiel bis zur Mittagszeit um rund zweieinhalb Prozent auf 11,66 Euro und zählte damit zu den schwächeren Titeln im SDax.
Kunden zeigten sich weiterhin unsicher, mit einem starken Fokus auf Preisbewusstsein, ausführte Henrik Paganetty, ein Branchenkenner der US-Bank Jefferies. Das Quartal von Oktober bis Dezember ist traditionell für Douglas von großer Bedeutung, da in dieser Zeit viele Konsumenten Parfums und Kosmetikprodukte als Weihnachtsgeschenke erwerben. Trotz relativ guter Umsätze während der Rabattaktionen wie "Singles' Day" und "Black Week", führte dies zu vorgezogenen Käufen, die das Dezembergeschäft belasteten.
Douglas meldete einen Umsatz von 1,67 Milliarden Euro, ein Anstieg von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch die operative Gewinnmarge sank auf 19,9 Prozent. Analysten hatten eine Marge von 20,8 Prozent erwartet.
Das Management erklärte den Gewinnrückgang mit dem preissensiblen Einkaufsverhalten der Kunden, wobei das Wachstum im Online-Bereich mit einem Zuwachs von 4,2 Prozent besonders hervorzuheben ist. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September bleibt Douglas optimistisch, einen Umsatz zwischen 4,65 und 4,8 Milliarden Euro zu erzielen und peilt eine bereinigte operative Marge von 16,5 Prozent an. Die detaillierten Ergebnisse des ersten Geschäftsquartals sollen am 11. Februar vorgestellt werden.

