Donezk: Kreml beschuldigt Ukraine für Artilleriebeschuss - 28 Tote auf belebtem Markt
Der Kreml hat die Ukraine für den kürzlichen Artilleriebeschuss auf einen belebten Markt in der russisch beherrschten Großstadt Donezk verantwortlich gemacht. Präsident Wladimir Putins Sprecher, Dmitri Peskow, bezeichnete den Vorfall als "monströsen Akt des Terrorismus" und verurteilte ihn auf das Schärfste. Der Angriff, den Russland als Teil seiner militärischen Spezialoperation gegen die Ukraine betrachtet, werde fortgesetzt, um die eigene Bevölkerung vor solchen Gefahren zu schützen.
Am Sonntag schlugen nach Angaben aus Russland Artilleriegeschosse auf dem Markt der frontnahen Stadt Donezk ein. Die russische Seite gibt der Ukraine die Schuld an dem Angriff. Da es bisher keine unabhängige Bestätigung dafür gibt, lässt sich die genaue Verantwortlichkeit jedoch nicht überprüfen. Die Behörden in Kiew haben sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert. Donezk, Hauptstadt des ukrainischen Kohle- und Stahlreviers Donbass, wird seit 2014 von russisch kontrollierten Kräften beherrscht. Russland hat das Gebiet Donezk im Jahr 2022 völkerrechtswidrig annektiert.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow plant, den Tod der Menschen in Donezk auch im Rahmen der Beratungen des UN-Sicherheitsrats anzusprechen, berichtete die Moskauer Regierungszeitung "Rossiskaya Gazeta" am Montag. Lawrow traf am Sonntagabend (Ortszeit) in New York ein, um an den Sitzungen des höchsten UN-Gremiums teilzunehmen. (eulerpool-AFX)

