Dollar unter Druck: Fed-Äußerungen belasten US-Währung
Der US-Dollar geriet in den frühen Handelsstunden in Asien unter Druck, da Händler die Kommentare von Mitgliedern der Federal Reserve hinsichtlich möglicher Zinspfadänderungen zu interpretieren versuchten. Der Greenback gab weiter nach, nachdem er am Montag eine dreitägige Gewinnserie beendet hatte. Der US-Dollar-Index notierte zuletzt bei 97,28.
Die anhaltenden Unsicherheiten, die durch potenziell bevorstehende wirtschaftspolitische Entscheidungen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump verursacht werden, verschärften die Nervosität der Anleger. Besonders im Vorfeld der Veröffentlichung der Daten zu den Konsumausgaben und der laufenden Gespräche zur Vermeidung eines Regierungsstillstands ab dem 30. September.
Händler schränkten ihre Erwartungen an Zinssenkungen bei der Oktober-Sitzung des Federal Open Market Committee ein, wobei die Wahrscheinlichkeit einer Zinspause bei 10,2 % lag, gegenüber 8,1 % am Freitag, laut CME Group's FedWatch-Tool.
Gegenüber dem Yen verharrte der Dollar bei 147,74 Yen in einer festen Handelsspanne seit August. Der neuseeländische Dollar fiel um 0,1 % auf 0,5867 $, nachdem die neuseeländische Regierung eine Ankündigung zur Zentralbank in Aussicht stellte.
In der Zwischenzeit erreichte der Goldpreis ein Rekordhoch von 3.749,03 $ pro Unze.
Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen setzte ihren Anstieg auf 4,1467 % fort. Einige Fed-Vertreter mahnten zur Vorsicht hinsichtlich des Zinsänderungszyklus und betonten die Inflationsrisiken. Alberto Musalem von der St. Louis Fed sowie Raphael Bostic und Beth Hammack drückten Anliegen über den Umgang mit der Inflationskontrolle aus. Ebenso äußerte sich Stephen Miran, dem zufolge das Risiko bestehe, dass der Arbeitsmarkt durch eine zu straffe Geldpolitik gefährdet werde.
Der Euro hielt sich stabil bei 1,1798 $. Der Dollar verlor um 4,5 % an Wert gegenüber dem argentinischen Peso, nachdem US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass "alle Optionen" zur Stabilisierung Argentiniens geprüft würden. Zusätzliche Entscheidungen würden erst nach einem Treffen mit dem argentinischen Präsidenten Javier Milei in New York getroffen.
Der australische Dollar notierte schwächer bei 0,6599 $. Der Offshore-Yuan blieb unverändert bei 7,1158 pro Dollar, während das britische Pfund bei 1,35125 $ verharrte.

