DNS-Störung bei Amazon: Der Kampf um die Internet-Stabilität
Die jüngste schwerwiegende Internet-Störung des Jahres fand nun ihr Ende: Nach erheblichen Serverausfällen bei Amazon meldet der Cloud-Riese eine Rückkehr zur Normalität. Die technischen Probleme, die die Webdienste über Stunden hinweg beeinträchtigten, wurden beseitigt, wie Amazon Web Services (AWS) verlauten ließ. Am Montag kam es zu einem Ausfall, der zahlreiche beliebte Plattformen wie Snapchat, Reddit und Fortnite sowie essentielle Geschäftswerkzeuge wie Slack und Zoom lahmlegte. Amazon-eigene Dienste waren ebenfalls betroffen; darunter Amazon Alexa, Amazon Music und das Shoppingportal Amazon.de. Auch britische Banken und die Steuerverwaltung sahen sich Ausfällen gegenüber. Die Kryptobörse Coinbase stoppte währenddessen den Handel mit Bitcoin und anderen digitalen Währungen. Benutzer von Perplexity konnten kurzfristig keine Suchanfragen mehr stellen, während Signal-Nutzer keine Nachrichten senden oder empfangen konnten.
Im Kern des Ausfalls stand eine Störung des Domain Name Systems (DNS), das als Fundament des Internets gilt. Ein Versagen im AWS-Rechenzentrum im Norden Virginias legte das System lahm, welches für die Umwandlung von Domainnamen in IP-Adressen zuständig ist. Das DNS fungiert als eine Art Internet-Telefonbuch, was die Eingabe von Webseitenadressen drastisch erleichtert.
Noch wird untersucht, warum die Störung eine derartige Tragweite entfalten konnte. AWS führt als Marktführer im Cloud-Computing und stellt wesentliche Internet-Infrastruktur zur Verfügung. Start-ups schätzen die Flexibilität, IT-Ressourcen wie Rechenleistung und Speicherplatz von AWS zu mieten. Diese Abhängigkeit zeigt jedoch, wie eine Störung bei AWS weite Teile des Internets beeinträchtigen kann.

