Diplomatische Mission: Ukrainische Verhandler in New York
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj entsendet seine Chefunterhändler zu strategisch bedeutenden Gesprächen in die USA. Andrij Jermak, der Leiter des Präsidialamts, sowie der ehemalige Verteidigungsminister Rustem Umjerow reisen nach New York, um mit der Administration von US-Präsident Donald Trump über Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu verhandeln. Diese diplomatische Initiative, von Selenskyj in einer Videoadresse angekündigt, beinhaltet auch ein bestätigtes Treffen mit Steve Witkoff, dem Nahost- und Russlandbeauftragten von Trump.
Unter dem Druck einer eskalierenden Bedrohung aus Russland hebt Selenskyj die Notwendigkeit hervor, zügig Fortschritte in den Gesprächen zu erzielen. "Die Russen müssen die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft erkennen und verstehen, welche Konsequenzen ein anhaltender Krieg nach sich ziehen würde", betont der ukrainische Präsident.
Die Sicherheitsgarantien sollen darauf abzielen, die Ukraine vor weiteren russischen Aggressionen zu schützen und nach dem Krieg eine stabile Sicherheit zu gewährleisten. Während die USA eine unterstützende Rolle einnehmen möchten, sollen die europäischen Nationen die Hauptverantwortung tragen. Moskau lehnt hingegen die Anwesenheit von Nato-Truppen in der Ukraine vehement ab.
Parallel dazu setzen Jermak und Umjerow ihre Verhandlungen in Istanbul fort und sondieren mögliche Orte für ein direktes Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin. In den vergangenen Tagen haben die beiden Unterhändler Katar und Saudi-Arabien besucht; Gespräche in der Schweiz stehen ebenfalls auf der Agenda. Putin bleibt jedoch bei seiner Position, erst dann direkt mit einer ukrainischen Delegation zu sprechen, wenn eine umfassende Lösung zur Beendigung des Konflikts ausgearbeitet wurde.

