Diplomatische Mission in Ägypten: Trump setzt Verhandlungen unter Druck
Unter erhöhtem Druck seitens des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump haben in Scharm el Scheich entscheidende Gespräche zu einem Friedensplan für den Gazastreifen begonnen. Eine Delegation um Chalil al-Haja, der im Ausland als wichtigster Vertreter der Hamas gilt, hat sich mit Vermittlern aus Katar und Ägypten getroffen, um über den weiteren Kurs zu beraten. Auch für den Nachmittag waren Treffen der US-Vertreter mit Israel vorgesehen. Trump hat das Tempo der Verhandlungen spürbar erhöht mit der Hoffnung, dass eine Einigung zur Freilassung der verbliebenen 48 Geiseln aus Hamas-Gewahrsam erreicht werden kann. Im Gegenzug wird über eine Waffenruhe und die Entlassung Hunderter palästinensischer Häftlinge diskutiert. Wie bisherige Verhandlungsprozesse gezeigt haben, bleibt abzuwarten, ob eine Einigung trotz strittiger Themen wie der Entwaffnung der Hamas und möglichen Truppenabzügen Israels aus dem Gazastreifen erzielt werden kann.
Neben al-Haja ist der US-Sondergesandte Steve Witkoff in dem bekannten Urlaubsort eingetroffen, während Israels Delegation von Minister Ron Dermer angeführt wird. Wie in vorangegangenen Runden gibt es jedoch keine direkten Gespräche zwischen Israel und der Hamas. Die Verhandlungen könnten mehrere Tage in Anspruch nehmen. Das Rote Kreuz hat in Aussicht gestellt, im Erfolgsfall die koordinierende Rolle als "humanitärer Mittler" zu übernehmen, um die Überführung von Geiseln und Gefangenen zu ihren Familien zu garantieren.
Trump warnte eindringlich vor den Konsequenzen der Verhandlungsverzögerung. "SONST WIRD ES ZU MASSIVEM BLUTVERGIESSEN KOMMEN - ETWAS, DAS NIEMAND SEHEN MÖCHTE!", betonte er mit Rückendeckung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, der die zeitliche Begrenzung der Gespräche ebenfalls hervorhebt. Scharm el Scheich, malerisch am Roten Meer gelegen und als Badeparadies bekannt, hat sich als internationaler Konferenzort etabliert. So war die Stadt im Jahr 2022 Gastgeber der Weltklimakonferenz COP27. Der Auftakt der aktuellen Gespräche fällt zusammen mit dem ägyptischen „Tag der Streitkräfte“, einem bedeutenden Gedenktag, der an den Krieg von 1973 erinnert, als Ägypten und Syrien Israel angriffen.

