Digitale Panne: Brüsseler Versuch zur Ukraine-Diplomatie scheitert an Technik
In der sich rasch wandelnden Welt der Diplomatie sind Videoanrufe längst zu einem unverzichtbaren Instrument geworden. Doch die Realität der Technik holte die EU-Außenminister am Montag in Brüssel ein, als eine geplante Videoschalte mit US-Unterhändlern in Berlin sprichwörtlich im digitalen Raum verpuffte. Trotz der Initiative des französischen Außenministers Jean-Noël Barrot, um den Status eines US-Friedensdeals für den Gazastreifen zu besprechen, konnten sich die Minister nicht mit Steve Witkoff und Jared Kushner verbinden, die weiterhin an einer diplomatischen Lösung des Konflikts in der Ukraine arbeiten.
EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas zeigte sich frustriert über die technische Panne. Zwar konnte sie einen Cyberangriff nicht bestätigen, bemerkte jedoch, dass die Technik ganz eindeutig versagt habe. Trotz dieser Schwierigkeiten gelang es, eine Verbindung zu dem ebenfalls in Berlin weilenden ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha herzustellen, wie diplomatische Kreise berichteten.
Währenddessen hatte im deutschen Bundestag ein mysteriöser Internetausfall ebenfalls die Kommunikation erschwert. Noch ist unklar, ob der Zwischenfall in Verbindung mit dem zeitgleichen Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) steht. Ein Sprecher äußerte sich zurückhaltend zu einem möglichen Zusammenhang und ließ die Ursache des Problems offen.

