Die untergetauchte Wahrheit: Subnautica 2-Leak ist echt, Krafton bricht das Schweigen
Die Entwicklung von Subnautica 2 gleicht derzeit einer stürmischen See. Erst schien ein Early-Access-Start noch in diesem Jahr zum Greifen nah, dann wurde die Führungsriege von Entwickler Unknown Worlds unsanft vor die Tür gesetzt und reichte Klage ein. Mitten in dieses Chaos platzierte Publisher Krafton die Nachricht, dass die aktuelle Version nicht genügend Inhalte für einen Start biete, und verordnete eine Verschiebung. Wie aufs Stichwort tauchte kurz darauf ein internes Dokument im Netz auf, das eine alarmierende Liste an gestrichenen Inhalten offenbarte – eine wahre Bombe, die in der Community einschlug.
Die schmerzhafte Liste der fehlenden Wunder
Das geleakte Dokument zeichnete ein düsteres Bild dessen, was uns bei einem Launch in diesem Jahr erwartet hätte. Die Liste der Kürzungen war ebenso lang wie schmerzhaft: Zwei komplette Biome sollen der Schere zum Opfer gefallen sein. Die Fauna des fremden Planeten wäre deutlich ausgedünnt worden, einschließlich des Fehlens eines ganzen Leviathan-Typs – jener gigantischen Kreaturen, die den Herzschlag der Reihe definieren. Darüber hinaus fehlten ein benutzerdefinierter Spielmodus, diverse Fahrzeuge und Werkzeuge und sogar die narrative Substanz des Spiels sollte deutlich geringer ausfallen. Eine abgespeckte, fast schon skelettierte Version eines der meisterwarteten Survival-Spiele.
Kraftons Flucht nach vorn: Das überraschende Geständnis
Nachdem man sich zunächst weigerte, die Echtheit des Leaks zu kommentieren, wählte Krafton überraschend die Offensive. In einem Statement, das über Ethan Gach von Kotaku veröffentlicht wurde, bestätigte der Publisher im Namen der „transparenten Kommunikation“, dass das Dokument echt sei. Es handle sich um das Ergebnis einer von mehreren regelmäßig durchgeführten „internen Meilenstein-Überprüfungen“. Dieser Prozess, so Krafton, helfe dabei, den „Entwicklungsfortschritt zu bewerten“ und „klare Ziele zu definieren“, die den eigenen hohen Standards entsprechen. Man werde weiterhin „eng mit Unknown Worlds zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass Subnautica 2 die Erwartungen der Spieler erfüllt, die das Franchise über die Jahre unterstützt haben.“
Hoffnung am Horizont?
Trotz der Hiobsbotschaften und der internen Querelen versucht Krafton, die Wogen zu glätten. Man versichert, dass das Kernteam, das am Spiel arbeitet, „vollkommen unverändert“ sei. Die Verschiebung auf 2026 für den Early Access auf PC und Xbox Series X/S ist somit kein Todesstoß, sondern eine Notbremsung, um das Projekt wieder auf Kurs zu bringen. Es ist der Versuch, aus einer potenziellen Katastrophe doch noch jenes Meisterwerk zu formen, auf das die Fans seit Jahren sehnsüchtig warten. Ob diese transparente, aber auch riskante Kommunikationsstrategie aufgeht und das Vertrauen der Community wiederherstellen kann, werden die kommenden Monate zeigen, in denen weitere Entwickler-Vlogs und neues Gameplay versprochen wurden. Die Tiefsee birgt noch viele Geheimnisse – einige davon sind nun erschreckend real.


