Die asiatischen Devisenmärkte vor dem Hintergrund der Handelsverhandlungen
Während die USA und China weiter über ein Handelsabkommen feilschen, profitieren asiatische Währungen von der Unsicherheit, die den US-Dollar schwächeln lässt. Laut einer aktuellen Umfrage von Reuters sind insbesondere Anteile am Taiwan-Dollar auf ein Rekordhoch geklettert, wie seit Dezember 2020 nicht mehr.
Diese Spannung trägt dazu bei, dass sich der Dollar-Index im laufenden Jahr um über 9 % abgeschwächt hat und weiter unter Druck steht – eine Entwicklung zugunsten asiatischer Devisen. Fiona Lim, Senior FX-Stratege bei Maybank, hebt die Einflüsse der sich verlangsamenden US-Wirtschaft, der voraussichtlichen Zinssenkungen durch die Federal Reserve und protektionistischen Maßnahmen der US-Regierung hervor, die alle zusammenarbeiten, um den Dollar abzuschwächen.
Unterdessen hat der südkoreanische Won einen bemerkenswerten Aufschwung von über 8 % verzeichnet, katalysiert durch den Wahlerfolg von Lee Jae-myung und seine Pläne zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums. Auf der anderen Seite zeigen sich die Teilnehmer der Umfrage weniger zuversichtlich gegenüber dem Singapur-Dollar und dem philippinischen Peso, während für die indische Rupie erstmals seit zwei Monaten pessimistischere Einschätzungen vorliegen, ausgelöst durch eine unerwartet hohe Zinssenkung der nationalen Zentralbank.
Ziel der Erhebung ist es, die Ansichten von Analysten und Fondsmanagern zu neun asiatischen Schwellenmarktwährungen abzubilden. Die Umfrage berücksichtigt Netto-Long- oder Short-Positionen und bietet Einblicke in die komplexen Mechanismen des Devisenmarkts.

