Diamanten - die schönste Wertanlage überhaupt

"Diamonds are a girls best friends", meinte schon das Sexidol der 1960er Jahre Marilyn Monroe. Die mehr oder weniger kleinen glitzernden Steinchen haben seit jeher Menschen fasziniert, Frauen zum Entzücken gebracht, aber auch für Tragödien und reichlich Blutvergießen gesorgt.

Inzwischen wurde mit dem sogenannten Kimberley-Prozess ein System eingeführt, um die Nutzung von Diamanten zur Finanzierung von Kriegen oder anderen Konflikten zu verhindern. Allerdings ist dieses Zertifizierungssystem, durch welches die Herkunft eines Rohdiamanten zweifelsfrei nachvollziehbar sein soll, nicht so zuverlässig wie beabsichtigt.

Noch immer sind reichlich Konfliktdiamanten auf dem Markt. Also solche Steine, die zur Geldwäsche, Ausbeutung oder bei Steuerhinterziehung eine Rolle gespielt haben oder wegen denen aus Profitgier vorsätzliche Umweltverschmutzungen verursacht wurden. Das hat den Glitzersteinchen ein schlechtes Image eingebracht und obendrein den wenig rühmlichen Beinamen Blutdiamant.

Nichtsdestotrotz geht von Diamanten eine Faszination aus, bei der weder Rubine noch Smaragde mithalten können. Kaum Neun Meter unter der Erdoberfläche wurde 1905 der Cullinan-Diamant gefunden, der mit 3.106 Karat schlicht zu groß war, um daraus nur einen geschliffenen Schmuckstein zu fertigen. So wurde der wertvolle Stein in Antwerpen in 105 Teile gespalten. Die beiden größten so entstanden geschliffenen Diamanten sind inzwischen weltberühmt, "Der große Stern Afrikas" sowie "Der kleine Stern Afrikas".

Gold, Silber und auch Platin sind immer dann bei Investoren als Geldanlage interessant, wenn die Aktienmärkte nachgeben oder gar einbrechen. Inzwischen hat sich eine bislang noch kleine Gruppe an Diamanten zur Wertsicherung gewagt. Dies ist aber ein risikoreicher Weg. Während Edelmetalle klar nach ihrer Reinheit und dem Gewicht bewertet werden, sind zur Wertermittlung von Diamanten gleich vier Kriterien ausschlaggebend. Es sind die vier C's, was für Cut, Carat, Clarity sowie Colour steht, also für den Schliff, das Gewicht, die Reinheit und die Farbe.

Für den Diamanten als Wertanlage sprechen die erschöpften Vorkommen. Nahezu alle großen Minen insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent stehen vor dem Aus. Werden keine weitere Vorkommen gefunden, wird die Menge der zur Verfügung stehenden Diamanten in absehbarer Zeit so gering sein, dass ein deutlicher Preisanstieg unvermeidlich ist.

Schon jetzt arbeiten Laboratorien an der Serienproduktion von künstlichen Diamanten. Eine Vorreiterrolle übernimmt dabei nicht etwa Antwerpen oder London, sondern Augsburg. An der dortigen Universität gelang es einem Forschungsteam unter Leitung des Physikers Matthias Schreck einen künstlichen Diamanten mit 92mm Durchmesser und 155 Karat wachsen zu lassen. Da künstlich hergestellte Diamanten nur etwa 25% günstiger als die echten Verwandten sind, liegt der reine Rohstoffwert bei rund 3,5 Millionen Euro.

Wer sein Geld in Diamanten anlegen will, hat jedoch das Problem, die Steine begutachten und bewerten u müssen, wozu allerdings große Sachkenntnis erforderlich ist. Eine Lösung bietet die Singapore Diamond Investment Exchange, die den digitalen Diamantenhandel ermöglicht, allerdings nur mit standardisierten Steinen. Wer spezielle Farben oder eine bestimmte Reinheit bevorzugt, kommt nicht daran vorbei, selbst einzukaufen. Das ist übrigens nicht nur in Antwerpen oder London möglich, denn die beiden Traditionsorte für den Diamantenhandel sind nahezu unbemerkt längst von einer asiatischen Stadt quasi überrollt worden.

Etwa 90% aller weltweit geförderten Diamanten landen im indischen Surat. Dort gibt es keine Diamantenbörse mit bewaffneten Wachposten, sondern auf der Straße werden auf dem Diamantenmarkt mit rund 50.000 Händlern täglich Umsätze von mehr als 200 Millionen Euro gemacht.

Diamanten sind als Wertanlage augenscheinlich nur für Fachleute geeignet. Dem Ottonormalverbraucher bleiben aber die fertigen, glitzernden Endprodukte, die bei den Juwelieren im Schaufenster liegen. Wem das nicht extravagant genug ist, der kann seinen Wunschring selbst entwerfen. So entstehen kostbare Preziosen, die sich beispielsweise perfekt für den Heiratsantrag eignen. Dies funktioniert sogar zu günstigen Konditionen und bequem auf digitalem Weg online, so auch bei Diamonds By Me, wo individuelle Ringe als absolutes Einzelstück mit Diamanten, Rubinen, Smaragden oder ganz ohne Edelsteine auf Wunsch zum kleinen Preis angefertigt werden.

Lifestyle / Schmuck
09.12.2019 · 12:50 Uhr
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