DHL hält Kurs: Jahresziele bleiben trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten stabil
Die Deutsche Post DHL Group bleibt angesichts eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds standhaft und hält an ihren ehrgeizigen Jahreszielen fest. Trotz einer gedämpften konjunkturellen Lage und möglichen Veränderungen der US-Zoll- und Handelspolitik, die in der Prognose bewusst ausgeklammert wurden, sieht sich der Bonner Logistikriese bestens für die Zukunft gerüstet. Dabei setzt der Konzern auf die positiven Effekte eingesetzter Sparmaßnahmen, die bereits im ersten Quartal die Erwartungen von Analysten leicht übertroffen haben.
Das erste Quartal brachte eine erfreuliche Umsatzsteigerung von 2,8 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern wuchs um 4,5 Prozent auf nahezu 1,4 Milliarden Euro. Besonders beeindruckend war der Anstieg des freien Barmittelzuflusses um über 17 Prozent auf 732 Millionen Euro, was die Prognosen des Marktes übertraf. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn kletterte um erfreuliche 6 Prozent auf 786 Millionen Euro.
Konzernchef Tobias Meyer betont die Herausforderungen durch die konjunkturellen Unsicherheiten und die US-Zoll- und Handelspolitik. Trotz eines nur kleinen Fußabdrucks in den USA könnten eventuelle Rückschläge des Welthandels den weltweit agierenden Dax-Konzern auch treffen. Meyer sieht jedoch in jeder Herausforderung auch eine Chance, wie es bereits beim Brexit sichtbar wurde. Marktanalysten bleiben dennoch vorsichtig, da sich die Fracht- und Logistikmärkte in schwierigen wirtschaftspolitischen Zeiten in einer Abschwungphase befinden könnten, sofern sich die US-Politik nicht ändert.
Angesichts der größeren Marktentwicklung hat DHL keinen Grund, seine Wachstumsstrategie zu ändern, im Gegensatz zu den Wettbewerbern UPS und Fedex, die angesichts der unsicheren Wirtschaftslage in den USA deutlich zurückhaltender agieren.

