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Deutschlandticket: Preissteigerung als Chance für Attraktivität des ÖPNV

27. Dezember 2025, 06:04 Uhr · Quelle: Eulerpool News
Der Preis des Deutschlandtickets erhöht sich auf 63 Euro ab Januar 2024, um den ÖPNV langfristig zu sichern, trotz möglicher Abwanderung einiger Nutzer.

Das begehrte Deutschlandticket wird erneut im Preis angehoben. Ab Januar 2024 müssen ÖPNV-Nutzer 63 Euro pro Monat zahlen, was einem Anstieg von etwa neun Prozent gegenüber dem bisherigen Preis von 58 Euro entspricht. Diese Maßnahme könnte in den kommenden Jahren zu weiteren Anpassungen führen, was Kritiker skeptisch sehen. Verbraucherschützer warnen vor einer möglichen Unattraktivität dieses sonst so attraktiven Angebots, dessen Preis im Januar 2025 von ehemals 49 Euro auf 58 Euro gestiegen war.

Seit seiner Einführung im Mai 2023 hat das Ticket den Nah- und Regionalverkehr entscheidend vereinfacht. Da es günstiger als viele regionale Abo-Optionen ist, erfährt der ÖPNV Einnahmeverluste, die Bund und Länder derzeit mit einem Zuschuss von drei Milliarden Euro jährlich decken. Diese finanzielle Unterstützung soll bis 2030 bestehen, allerdings spüren die Verkehrsunternehmen den Druck steigender Kosten.

Christian Bernreiter, der bayerische Verkehrsminister und Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, betont die Notwendigkeit der Preisanpassung zur Sicherung der Ticketverfügbarkeit. Der neu beschlossene Preis sei nach wie vor für viele Berufspendler und Einwohner von Ballungszentren vorteilhaft.

Trotz der berechtigten Kritik von Verbraucherschutzseite, dass die Lebenshaltungskosten steigen, bleibt das Ticket bei vielen Fahrgästen beliebt. Laut einer Umfrage des Forsa-Instituts wollen 82 Prozent der aktuellen Nutzer dem Ticket treu bleiben. Dennoch plant eine Minderheit von 13 Prozent, es angesichts der Preiserhöhung zu kündigen. Ende Oktober waren etwa 14,4 Millionen Deutschlandtickets im Umlauf, eine Zahl, die VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff weiter steigern möchte, um langfristig 16 bis 17 Millionen Kunden zu erreichen.

Zur Reduzierung der langfristigen Preisfindungskonflikte soll ab 2027 ein Preisindex eingeführt werden, der sich an realen Kostenentwicklungen orientiert. Bernreiter erachtet dies als Schritt hin zu mehr Transparenz und Planungssicherheit. Ein gut funktionierender ÖPNV benötigt neben einem günstigen Ticketpreis auch eine verlässliche Infrastruktur.

Das Ziel ist die Gewinnung neuer Kunden, insbesondere derjenigen, die bislang das Auto bevorzugen. Verbesserte Angebote für Berufspendler, wie vergünstigte Jobtickets einschließlich Arbeitgeberzulagen, könnten sich hier als wirksam erweisen und die Attraktivität des Deutschlandtickets zusätzlich steigern.

Finanzen / Economics / ÖPNV / Deutschlandticket / Preiserhöhung / Verkehrsministerkonferenz / Umfrage
[Eulerpool News] · 27.12.2025 · 06:04 Uhr
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