Deutschland und Israel intensivieren Sicherheitskooperation
Die Bundesrepublik Deutschland hat angekündigt, ihre Zusammenarbeit mit Israel im Bereich der Sicherheit auszubauen. Dies erklärte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bei einem Besuch in Israel, während dem er zusammen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu einen Cyber- und Sicherheitspakt unterzeichnete. Das Hauptziel dieser erweiterten Kooperation ist der gesteigerte Schutz Deutschlands vor sich häufenden Bedrohungen.
Schwerpunkt der Initiative ist die engere Vernetzung der Sicherheitsbehörden beider Länder. Der Fokus liegt dabei auf den Bereichen Cyberkriminalität, Künstliche Intelligenz (KI) und Drohnenabwehr. Dobrindt betonte, dass Deutschland von den Erfahrungen und Technologien Israels profitieren möchte, um gegen Angriffe auf kritische Infrastrukturen besser gewappnet zu sein.
Netanjahu hob die Bedeutung der Partnerschaft hervor und wies darauf hin, dass Cyberangriffe eine der größten Gefahren für die innere Sicherheit darstellen. Neben der Cyberabwehr stehe auch die Terrorismusbekämpfung im Mittelpunkt. Der israelische Regierungschef benannte dabei spezifisch Bedrohungen, die vom Iran und seinen Verbündeten wie Hisbollah, Hamas und den Huthis ausgehen.
Ein weiterer bemerkenswerter Schritt ist Deutschlands Beteiligung am US-geführten Büro des Sicherheitskoordinators für Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde (OSC) in Jerusalem. Dieses Engagement wird von Olaf Lindner, dem ehemaligen Präsidenten der Spezialkräfte der Polizei in Deutschland, geleitet. Damit wird Deutschlands langjähriges Engagement in der Region erneut unterstrichen, um zur Stabilität beizutragen und die Sicherheit Israels zu unterstützen.
Abschließend betonte Netanjahu, dass die unterzeichnete Erklärung das starke Engagement Deutschlands für die Sicherheit Israels unterstreiche. Im Rahmen seines Israel-Besuchs traf Dobrindt auch den israelischen Außenminister Gideon Saar.

