Deutschland plant Kauf von Patriot-Systemen: Weitere Unterstützung für die Ukraine
Deutschland beabsichtigt, Luftverteidigungssysteme vom Typ Patriot von den USA zu erwerben, um die Ukraine im Kriegsverlauf gegen Russland zu unterstützen. Bundeskanzler Friedrich Merz gab dies bei einer internationalen Wiederaufbau-Konferenz in Rom bekannt. Es soll sich um zwei dieser hochmodernen Systeme handeln. Die Ukraine ruft weiterhin nach gesteigerter Unterstützung des Westens gegen den intensiven russischen Raketen- und Drohnenbeschuss, der alleine in der Nacht zum Donnerstag mit über 400 Angriffen auf Kiew und seine Umgebung verzeichnet wurde.
In einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump bat Merz ebenfalls um die Lieferung dieser Systeme. Verhandlungen zwischen Berlin und Washington wurden aufgenommen, wobei die genaue Anzahl der geplanten Käufe von Merz bei einer Presseveranstaltung nicht konkretisiert wurde. Deutschland unterstützt die Ukraine bereits mit verschiedenen Luftabwehrsystemen und gehört zu den europäischen Ländern, die das System in ihrem Arsenal haben. US-Außenminister Marco Rubio forderte Handelsbewegungen von Patriot-Systemen innerhalb Europas, um die Ukraine-Ressourcen zu stärken.
Der Konferenzfokus in Rom lag zudem auf der zivilen Hilfe für die kriegsgezeichnete Ukraine, wobei neue Milliardenhilfen und ein europäischer Fonds zur Unterstützung von Energieanlagen angekündigt wurden. Deutschland trägt zur Ukraine-Hilfe mit umfassender Unterstützung in Milliardenhöhe bei. An der zukunftsorientierten Konferenz, die den ukrainischen Wiederaufbau nach dem Vorbild des Marshall-Plans thematisierte, nahmen hochkarätige internationale Repräsentanten teil – jedoch sorgte die Abwesenheit von Präsident Macron und Premierminister Starmer für Unmut in Italien.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte eine "Koalition zum Wiederaufbau", während Bundeskanzler Merz unerschütterliche deutsche Unterstützung versicherte. Indessen werden neue russische Angriffe auf die Ukraine gemeldet, die Verluste und Zerstörungen mit sich bringen. Es bleibt unklar, wann ein Waffenstillstand in Sicht ist, doch Friedensbemühungen und Verhandlungsangebote stehen weiterhin im Raum, auch durch Papst Leo XIV.

