Deutschland plant Kauf von Patriot-Raketen zur Unterstützung der Ukraine
Die Bundesregierung hat Pläne bekannt gegeben, von den Vereinigten Staaten Luftverteidigungssysteme des Typs Patriot zu erwerben, um diese im Rahmen der Ukraine-Hilfe gegen Russland einzusetzen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verkündete auf der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Rom, dass er das Anliegen kürzlich mit Präsident Trump besprochen habe. Derzeit verhandeln die Verteidigungsminister beider Länder über die Einzelheiten des Kaufs. Eine finale Entscheidung steht jedoch noch aus.
Merz betonte, dass die USA selbst einen Teil der Patriot-Systeme brauchen, jedoch auch über einen umfangreichen Bestand verfügen. Zwar blieb die genaue Anzahl der von Deutschland zu erwerbenden Systeme ungenannt, es ist jedoch von einem initialen Kauf von zwei Einheiten die Rede. Angesichts der fortwährenden Luftangriffe Russlands ist die Unterstützung der Ukraine mit Luftverteidigungssystemen dringlich. Deutschland hat bereits umfangreiche Hilfe in Form verschiedenartiger Luftabwehrsysteme geleistet.
Die Patriot-Systeme gelten als hochmoderne Verteidigungswaffen, die in der Lage sind, feindliche Flugzeuge, ballistische Raketen und Marschflugkörper auf eine Distanz von etwa 100 Kilometern zu neutralisieren. Die flexible Abdeckung durch die Abwehrraketen erstreckt sich bis zu einer Höhe von 30 Kilometern. Die mobilen Startvorrichtungen ähneln großen LKWs und bieten Platz für bis zu vier Startbehälter. Abhängig von der Konfiguration können bis zu 16 Abwehrraketen geladen werden. Die auch bei der Bundeswehr im Einsatz befindlichen Raketen der populären Ausführung Pac-3, so der US-Thinktank CSIS, haben einen Stückpreis von rund vier Millionen Dollar.

