Deutschland intensiviert Rüstungskooperation mit der Ukraine

Die deutsch-ukrainische Zusammenarbeit im Rüstungsbereich erhält neue Impulse durch einen ambitionierten Zehn-Punkte-Plan der Bundesregierung. Im Zuge des Besuchs von Präsident Wolodymyr Selenskyj wurde bekannt, dass das Dokument unter anderem die Eröffnung eines "Ukraine Freedom House" in Berlin vorsieht.
Dieses Verbindungsbüro der ukrainischen Rüstungsindustrie soll die Netzwerke zwischen den Waffenherstellern der beiden Länder stärken. Ein zentraler Punkt der Kooperation ist die geplante Produktion von ukrainischen Kampfdrohnen auf deutschem Boden.
Dafür wurde eine Übereinkunft zwischen der ukrainischen Firma Frontline Robotics und dem deutschen Unternehmen Quantum Systems bereits getroffen. Darüber hinaus wird angestrebt, die gemeinsame Herstellung von Rüstungsgütern auf weitere Produkttypen auszudehnen und die Integration der Ukraine in den europäischen Verteidigungsmarkt zu forcieren.
Die Bundesregierung prüft zudem, wie Investitionsgarantien genutzt werden können, um das Engagement deutscher Rüstungsfirmen in der Ukraine zu unterstützen. Eine Stärkung des Stabs des Militärattachés in der deutschen Botschaft in Kiew ist ebenfalls Teil der Vorlage.
Zur Qualitätssteigerung im Abwehrkampf gegen Russland plant Deutschland, digitale Gefechtsfelddaten der Ukraine zu nutzen, um daraus wertvolle Erkenntnisse für Ausbildung und Strategien zu gewinnen. Parallel dazu sollen beide Seiten Maßnahmen gegen Korruption bei der Rüstungsbeschaffung verstärken.

