Deutschland bekräftigt Unterstützung für die Ukraine: Merz setzt klare Signale
Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf der internationalen Wiederaufbaukonferenz in Rom ein starkes Bekenntnis zur Unterstützung der Ukraine im Konflikt mit Russland abgegeben. Mit einer klaren Botschaft an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bekräftigte er die unerschütterliche Solidarität Deutschlands und richtete gleichzeitig scharfe Worte an den russischen Präsidenten Wladimir Putin: Ein Aufgeben sei keine Option, ließ Merz wissen.
In einer Offerte an den US-Präsidenten Donald Trump appellierte Merz eindringlich, die transatlantischen Bande nicht zu vernachlässigen. Er rief Trump dazu auf, Europa weiterhin beizustehen und gemeinsam nach einer stabilen politischen Ordnung zu streben. Hintergrund sind die wiederholten Zweifel Trumps an der Unterstützung der Ukraine, die in den letzten Monaten immer wieder aufkeimten.
Im weiteren Verlauf des Tages ist eine wichtige Sitzung der sogenannten 'Koalition der Willigen' geplant. Hierbei steht die Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung im Mittelpunkt, und es wird erwartet, dass Trump einen möglichen Export von Patriot-Flugabwehrsystemen in die Ukraine prüft. Deutschland könnte hierbei eine Vermittlerrolle übernehmen und erwägt, eigene Systeme an die USA zu verkaufen, die letztlich der Ukraine zugutekommen könnten.
Die EU plant zudem schärfere Sanktionen gegen Russland, um den Druck zur Verhandlungsaufnahme zu erhöhen. Merz richtete daher einen eindringlichen Appell an die Slowakei, die Umsetzung des 18. Sanktionspakets nicht weiter hinauszuzögern, obwohl die Slowakei wirtschaftliche Konsequenzen in der Energieversorgung befürchtet.

