Deutscher Wirtschaftsmotor springt zur Jahreswende 2025/26 an

Mit einem markanten Jahresendspurt verleiht die deutsche Wirtschaft dem Start ins Jahr 2026 einen unverhofften Schub. Das Bruttoinlandsprodukt legte im letzten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorquartal um beachtliche 0,3 Prozent zu, bestätigte das Statistische Bundesamt. Damit endet das konjunkturell turbulente Jahr 2025 mit einem Hoffnungsschimmer, auch wenn die öffentlichen Haushaltslöcher größer ausfielen als ursprünglich erwartet.
Die Wirtschaft dominierte die europäischen Regeln zur Verschuldung mit einem Defizit von 2,7 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung, womit Deutschland innerhalb der erlaubten drei Prozent blieb. Doch die Bundesbank prognostiziert für 2027 mit einem möglichen Anstieg auf viereinhalb Prozent düstere Haushaltszahlen. Massive Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung sind geplant, und die Bundesbank fordert dringend zielgenaue und effiziente Ausgaben sowie eine langfristige Strategie zur Reduzierung der Schuldenspirale.
Der ermutigende Anstieg privater und staatlicher Konsumausgaben trug maßgeblich zur Erholung im Schlussquartal bei. Auch die Bauinvestitionen sowie Ausgaben für Maschinen und Fahrzeuge verzeichneten Zuwächse. Die Stimmung in deutschen Vorstandsetagen hob sich merklich, und die Exportaussichten der Industrie hellten sich trotz der Unsicherheiten im transatlantischen Handel auf. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, hebt die Kraft der positiven Marktindikatoren hervor und bestätigt eine günstige Dynamik für die deutsche Wirtschaft im aktuellen Jahr. Nun liegt der Ball bei der Bundesregierung, um eine stabile Fiskalpolitik und Investitionen in zukunftsträchtige Bereiche zu gewährleisten.

