Deutsche Staatsanleihen trotzen konjunkturellem Gegenwind
Die Stabilität der deutschen Staatsanleihen zeigte sich auch am Freitag von ihrer robusten Seite. Der Euro-Bund-Future konnte an Morgengewinnen verbuchen und stieg um 0,06 Prozent auf 129,63 Punkte. Entsprechend sank die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,71 Prozent, was auf eine weiterhin positive Stimmung bei Anlegern hindeutet.
Besonderes Augenmerk liegt derzeit auf dem US-Arbeitsmarktbericht, der für die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed von zentraler Bedeutung ist. Sollte der Bericht auf einen schwächeren Arbeitsmarkt hinweisen, könnte dies den Druck erhöhen, den Leitzins noch im September zu senken. Die Erwartungen einer Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte sind bereits fest im Marktgeschehen eingebunden.
Zeitgleich liefern Konjunkturdaten aus Deutschland wenig erfreuliche Nachrichten. Deutsche Industriebetriebe verzeichneten im Juli unerwartet rückläufige Auftragseingänge. Gegen die Erwartungen von Analysten, die einen Zuwachs von 0,5 Prozent prognostiziert hatten, sanken die Bestellungen um 2,9 Prozent. Interessanterweise stieg der Auftragseingang jedoch ohne Berücksichtigung von Großaufträgen im Vergleich zum Vormonat an, was zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer bietet.

