Deutsche Staatsanleihen stabil – US-Daten im Fokus

Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Dienstag ihre positiven Entwicklungen vom Vortag fortgesetzt, obwohl die Ausschläge weiterhin moderat blieben. Der Euro-Bund-Future, der als wichtiger Indikator für die Stimmung im Anleihemarkt gilt, legte um 0,22 Prozent zu und erreichte einen Stand von 128,60 Punkten. Gleichzeitig sank die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen Bundesanleihe auf 2,80 Prozent. Ausschlaggebende Impulse blieben Mangelware, da die neuesten US-Einzelhandelsumsätze am Nachmittag überraschenderweise keine signifikanten Bewegungen im Markt hervorriefen.
Diese Umsätze verharrten im Dezember auf dem Niveau des Vormonats, während Ökonomen ursprünglich mit einem Anstieg von 0,4 Prozent gerechnet hatten. Marktbeteiligte konzentrieren sich nun gespannt auf den bevorstehenden US-Arbeitsmarktbericht am Mittwoch, gefolgt von wichtigen Daten zu den Verbraucherpreisen am Freitag.
Diese Veröffentlichungen könnten entscheidende Hinweise auf die künftige Strategie der US-Notenbank Federal Reserve liefern. Der Anleihemarkt könnte sich, laut Experteneinschätzungen, zunächst nicht wesentlich verändern. Analyst Sebastian Fellechner von der DZ Bank weist darauf hin, dass der wachsende Angebotsdruck am Anleihemarkt derzeit im Fokus der Anleger steht, da die Finanzmärkte fortlaufend ein zunehmendes Volumen an neuen Anleihen absorbieren müssen, um die Haushaltsfinanzierungen der Staaten zu sichern.

