Deutsche Staatsanleihen legen leicht zu – Handelskonflikt im Blick
Die Kurse deutscher Staatsanleihen erlebten am Mittwoch einen leichten Aufwind. Der Euro-Bund-Future, der als wegweisender Indikator fungiert, verbesserte sich um 0,08 Prozent und erreichte 129,78 Punkte. Parallel dazu sank die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,63 Prozent.
An den Märkten herrschte eine zurückhaltende Stimmung, bedingt durch den Mangel an relevanten wirtschaftlichen Daten aus der Eurozone und den USA. Offenbar warten die Anleger auf bedeutendere Impulse, um die künftige Richtung des Marktes einschätzen zu können.
Besonderes Augenmerk liegt derzeit auf der US-Handelspolitik. Präsident Donald Trump hatte zuvor die für Mittwoch geplanten US-Zölle auf den 1. August verschoben, mit der Mitteilung, dass es keine weitere Verschiebung geben wird. Diese Nachricht hat die Investoren in Richtung potenzieller Zollentwicklungen in Alarmbereitschaft versetzt. Trump kündigte zudem eine Aktualisierung des Handelsstatus von mindestens sieben Ländern an.
Experten der Commerzbank äußerten, dass die Risikostimmung stabil bleiben könnte, obwohl weitere Unwägbarkeiten durch die US-Politik die Situation schlagartig ändern könnten. Dennoch sieht man eine Chance auf Stabilität im Rentenmarkt.

