Deutsche Staatsanleihen im Abwärtstrend: Markt bleibt in Sorge
Der Handel mit deutschen Staatsanleihen erlebte zuletzt einen Rückgang, was sich deutlich im Euro-Bund-Future widerspiegelte, der um 0,27 Prozent auf 129,43 Punkte sank. Damit stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 2,70 Prozent an.
Im Zentrum der Marktbewegungen stehen Gerüchte um eine mögliche Absetzung des US-Notenbankchefs Jerome Powell, die für anhaltende Unruhe sorgen. US-Präsident Trump hat im Verlauf zwar nach Rücksprache mit republikanischen Senatoren etwas von dieser Absicht Abstand genommen, das Thema bleibt jedoch ein Unsicherheitsfaktor.
Unterdessen hob der New Yorker Notenbankpräsident John Williams die signifikante Rolle der Notenbankunabhängigkeit hervor, was in unsicheren Zeiten wie diesen klar unterstrichen wird. Die Unruhe sorgte derweil dafür, dass besonders die Renditen der dreißigjährigen US-Staatsanleihen profitieren konnten.
Am Nachmittag werden die Einzelhandelsumsätze in den USA mit Spannung erwartet. Die Dekabank prognostiziert ein positives Konsumklima. In der Eurozone hingegen stehen lediglich die revidierten Zahlen zu den Verbraucherpreisen zur Veröffentlichung an.

