Deutsche Rüstungsaktien stabilisieren sich nach Gewinnmitnahmen
Nach drei Tagen der Abwärtsbewegung erholten sich die Aktien aus der deutschen Rüstungsbranche am Mittwoch im vorbörslichen Handel wieder. Mit einem Plus zwischen 1,2 und 1,7 Prozent auf Tradegate zeigten sich die Papiere von Hensoldt, Renk und Rheinmetall stabil gegenüber den Vortagesschlusskursen auf Xetra.
Diese Erholung folgte auf eine Welle der Gewinnmitnahmen, die die Branche nach vorherigen Rekordhochs getroffen hatte. Besonders bemerkenswert war die Entwicklung der Renk-Aktie, die seit Jahresbeginn einen Höheflug von nahezu 370 Prozent hingelegt hatte.
Diese rasante Kursentwicklung veranlasste die Bank of America, ihre Bewertung drastisch von 'Kaufen' auf 'Underperform' zu senken. Die Folge war ein Kursrückgang von fast 12 Prozent, der auch die Aktien von Rheinmetall und Hensoldt unter Druck setzte.
Trotz der jüngsten Kursverluste bleibt die Performance der Rüstungswerte beeindruckend: Die Rheinmetall-Aktie steigerte sich seit Ende 2024 um fast 172 Prozent und verzeichnete seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs sogar einen Zuwachs von über 1.600 Prozent. Mit einer Marktkapitalisierung von 75 Milliarden Euro gehört Rheinmetall mittlerweile zu den wertvollsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland.
Hensoldt und Renk erreichen Marktkapitalisierungen von über zehn beziehungsweise fast sieben Milliarden Euro.

