Deutsche Bank trotzt Herausforderungen und strebt nach europäischer Dominanz
Mit robustem Optimismus blickt die Deutsche Bank trotz jüngster Geldwäscheanschuldigungen in die Zukunft, wie Vorstandschef Christian Sewing in einer Mitteilung an die Belegschaft hervorhebt. Unbeirrt verfolgt Deutschlands größte Bank ihr Ziel, sich als europäischer Marktführer zu etablieren, und präsentiert eine beeindruckende Bilanz für 2025. Mit einem prägnanten Vorsteuergewinn von 9,7 Milliarden Euro übertrifft das Finanzinstitut die Erwartungen der Analysten und verzeichnet einen Überschuss von 6,1 Milliarden Euro, womit lediglich das Rekordjahr 2007 noch höher lag.
Doch die gute Stimmung wird durch frische Ermittlungen getrübt. Zentrale und Geschäftsräume der Bank in Frankfurt und Berlin wurden im Zuge der Untersuchungen von Ermittlungsbehörden durchsucht. Es geht um alte Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Unternehmen, die verdächtigt werden, in Geldwäsche verwickelt zu sein. Der konkrete Fokus liegt auf Transaktionen aus den Jahren 2013 bis 2018, deren Verdachtsmeldungen angeblich verspätet eingegangen sind. Christian Sewing versichert derweil vollständige Kooperation mit den Behörden und betont die erfolgten Investitionen der Bank in stärkere interne Kontrollen. Diese Herausforderungen sind allerdings nicht neu, denn die Deutsche Bank stand bereits in der Vergangenheit wegen ähnlicher Vorwürfe im Fokus und hat dafür teure Bußgelder zahlen müssen.
Trotz alledem präsentiert sich das Geldhaus weiterhin stark. Besonders die Investmentbank stellte mit einem Vorsteuergewinn von über vier Milliarden Euro beeindruckende Ergebnisse auf, unterstützt von der erfolgreichen Unternehmens- und Privatkundenbank sowie der rekordverdächtigen DWS-Fondstochter. Die Zielvorgaben des Vorstands werden ambitioniert angepasst: Bis 2028 soll die Eigenkapitalrendite die 13-Prozent-Marke überschreiten, während für 2026 höhere Einnahmen und Investitionen erwartet werden, die Erträge auf 33 Milliarden Euro steigern sollen.
Für die Aktionäre steht zudem eine Dividende von einem Euro je Aktie in Aussicht, untermalt von genehmigten Aktienrückkäufen im Umfang von einer Milliarde Euro. Der Aktienmarkt reagierte anfänglich zurückhaltend auf die Nachrichten, legte nach Kursverlusten jedoch um 0,5 Prozent zu. Seit einem Jahr verzeichnet die Aktie beinahe einen zweidrittel Zuwachs. Sewings Führungsstrategie, geprägt durch die Reduzierung von Personal und das Schrumpfen der Investmentbank, zeigt Früchte. Seit seiner Übernahme im Jahr 2018 hat sich die Bank in einem Gewinn- und Wachstumskurs manifestiert, der 2025 nun im sechsten Jahr in Folge erfolgreich abgeschlossen wurde.

