Deutsche Bank erwägt Umzug ins YY-Gebäude in Canary Wharf
Die Deutsche Bank prüft einen neuen Mietvertrag im Londoner Finanzdistrikt Canary Wharf und könnte damit ihre Präsenz unweit des bisherigen Standorts sichern. Laut mit den Gesprächen vertrauten Personen verhandelt das Institut über rund 250.000 Quadratfuß im markanten YY-Gebäude an der South Colonnade, dessen oberste Etagen seit Kurzem Revolut gehören.
Das Haus subleased derzeit elf Stockwerke im Clifford-Chance-Tower an der Upper Bank Street. Der Mietvertrag dort läuft 2028 aus, weshalb verschiedene Optionen auf dem Tisch liegen – von einer verkleinerten Präsenz am bisherigen Standort bis hin zu einem Umzug an einen anderen Ort in London. Eine endgültige Entscheidung steht aus.
Das YY-Gebäude, Eigentum von Quadrant und Oaktree Capital Management, wurde jüngst modernisiert und bietet neben einer Dachterrasse auch gastronomische Flächen. Mit Revoluts Logo an der Spitze zählt es zu den sichtbaren Symbolen für den neuen Mieter-Mix in Canary Wharf.
Für den Standort selbst hätte ein Verbleib der Deutschen Bank Signalwirkung. Nach Jahren sinkender Bewertungen, pandemiebedingter Leerstände und steigender Zinsen verzeichnet das Viertel erstmals wieder steigende Immobilienwerte sowie höhere Besucherfrequenzen. Der Zuzug neuer Shops und Wohnungen unterstützt diesen Trend.
Während Konkurrenten wie State Street und HSBC Flächen in die City verlagern, hat HSBC dennoch eine Restpräsenz in Canary Wharf bestätigt. Zugleich investieren andere Finanzhäuser in den Standort: Visa hat sich verpflichtet, Flächen zu beziehen, JPMorgan plant sogar einen neuen Büroturm.

