Deutsche Bahn: Pünktlichkeit der Fernzüge sinkt im Juni deutlich
Die Deutsche Bahn kämpft weiterhin mit erheblichen Herausforderungen, was die Pünktlichkeit ihrer Fernzüge angeht. Im Juni erreichten nur 57,1 Prozent der ICE- und IC-Züge ihre Halte rechtzeitig. Der Maßstab der Bahn definiert Pünktlichkeit mit einer maximalen Verspätung von 5:59 Minuten. Noch im Mai lag diese Quote bei 62,0 Prozent, sodass ein klarer Abwärtstrend erkennbar ist.
Wesentliche Ursachen für diese Entwicklung sieht die Bahn in der veralteten Infrastruktur, die dringend modernisiert werden muss. Hinzu kommt, dass in vielen Abschnitten des Streckennetzes Bauarbeiten ein reibungsloses Vorankommen erschweren. Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Konzern optimistisch, was die Erreichung seiner Jahresziele angeht.
Bahnchef Richard Lutz prognostiziert für das erste Halbjahr 2023 eine Pünktlichkeitsrate von knapp 64 Prozent. Zwar sind die genauen Zahlen noch ausstehend, dennoch hält Lutz am Zielkorridor von 65 bis 70 Prozent für das Gesamtjahr fest. Dies stellt sich jedoch als tägliche Herausforderung dar, wie er kürzlich betonte.
Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der Reisendenpünktlichkeit, die ebenfalls im Juni im Vergleich zum Mai rückläufig war. Nur 62,9 Prozent der Reisenden erreichten ihr Ziel mit weniger als 15 Minuten Verspätung, während es im Mai noch 68 Prozent waren.

