Deutsche Aktienmärkte: Vorsicht trotz politischer Entspannung
Nachdem am Donnerstag eine Erleichterungswelle über die deutschen Handelsparks geschwappt war, zeigten die Börsen am Freitag kaum Bewegung. Der DAX legte lediglich um 0,18 Prozent auf 24.900,71 Punkte zu und ging damit verhalten ins Wochenende. Ähnlich zurückhaltend notierte der MDAX, der den Tag mit einem Plus von 0,19 Prozent bei 31.746,12 Zählern abschloss.
Obwohl einige Einkaufsmanagerindizes weiter Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung im kommenden Jahr schürten, blieben sie als Impulsgeber für den Markt aus. "Die Märkte treten auf der Stelle, weniger aus Gelassenheit als aus Vorsicht", kommentierten Analysten der Index Radar-Gruppe.
Der DAX hatte im Wochenverlauf eine Berg-und-Talfahrt hinter sich. Zwischenzeitlich fiel er auf 24.349 Punkte, was einem Verlust von 4,5 Prozent gegenüber dem Rekord der Vorwoche entsprach. Grund für die Schwäche war eine Eskalation im Handelsstreit mit den USA, die jedoch durch ein überraschendes Abkommen im Grönland-Konflikt entschärft werden konnte. Auf Wochensicht verblieb dennoch ein Minus von über anderthalb Prozent.
Während das Weltwirtschaftsforum in Davos gewisse entspannende Signale gesendet hatte, blieb die Nervosität an den Märkten spürbar. Fachleute warnten, dass das Fehlen konkreter Vereinbarungen im Grönland-Abkommen ein ernstzunehmender Unsicherheitsfaktor bleibe. "Es wäre nicht überraschend, falls am Wochenende neue Unruhen auftauchen", so die Experten weiter.

