Der Tod steht ihm gut: Romeo is a Dead Man enthüllt sein groteskes Gameplay-Herz
Nachdem das legendäre Entwicklerstudio Grasshopper Manufacture im Juni mit der Enthüllung seines nächsten großen Titels – Romeo is a Dead Man – bereits für Furore sorgte, herrschte eine fast andächtige Stille. Bis jetzt. In einem ausführlichen Beitrag auf dem offiziellen PlayStation Blog lüftet Community Manager James Mountain nun den Vorhang zu dieser neuesten Groteske und gewährt uns tiefe Einblicke in die pulsierende, blutgetränkte Seele des kommenden Action-Spektakels. Die neuen Informationen skizzieren ein bizarres Mosaik aus brachialer Action, monumentalen Bosskämpfen und hirnverzwirbelnden Rätseln, das unverkennbar die Handschrift des Meisters Goichi „Suda51“ Suda trägt.
Ein Spezialagent für Raum und Zeit
Im Zentrum der surrealen Erzählung steht der FBI-Spezialagent Romeo Stargazer, der unter seinem Codenamen „DeadMan“ firmiert und einer äußerst obskuren Abteilung des Bureaus angehört: der Space-Time Police. Dieses außergewöhnliche Setup katapultiert Romeo auf Ermittlungen quer durch die Annalen der Geschichte und die Weiten des Kosmos. Seine Missionen führen ihn an die seltsamsten Orte, wo er sich nicht minder befremdlichen Gegnern stellen muss. Die Prämisse allein verspricht eine Achterbahnfahrt durch eine Realität, die von Suda51s überbordender Fantasie geformt wurde. Die Gesetze der Physik und der Logik sind hier lediglich unverbindliche Empfehlungen.
Katharsis in Blut und Blei
Um den Herausforderungen dieser bizarren Dimensionen zu begegnen, verfügt Romeo über ein beeindruckendes Arsenal, das den freien Wechsel zwischen eleganten, katana-artigen Nahkampfwaffen und durchschlagskräftigen Schusswaffen erlaubt. Spieler können leichte und schwere Attacken zu einem wahren Tanz der Zerstörung verweben, der laut den Entwicklern mit einer „unverschämten Menge an Blutspritzern“ untermalt wird, um ein Höchstmaß an Katharsis zu erzeugen. Ein beschriebener Bosskampf gegen eine Kreatur namens „Everyday Is Like Monday“ sowie Horden von Standardgegnern, den „Rotters“, geben einen Vorgeschmack auf die ultra-gruseligen und einzigartigen Feinde, die nur darauf warten, dir das Gesicht abzubeißen.
Ein Fest der Stilbrüche
Doch Romeo is a Dead Man definiert sich nicht allein durch seine exzessive Gewalt. Das Spiel wird zu einem visuellen Potpourri, das bewusst mit Konventionen bricht. Während die actionlastigen Passagen in einem „fast fotorealistischen 3D“ gehalten sind, werden die storybasierten Abschnitte je nach erzählerischem Ton in völlig unterschiedlichen Kunststilen präsentiert. Mountain beschreibt die allgemeine künstlerische Ausrichtung treffend als „völlig durcheinander – aber auf eine gute Art“. Dieses kreative Chaos wird durch Puzzles ergänzt, die den Spieler herausfordern, aber nie so frustrierend sein sollen, dass sie den Spielfluss für Action-Liebhaber zu lange unterbrechen. Diese Rätsel und Gimmicks sind „strategisch oder möglicherweise auch nur zufällig im Spiel verstreut“. Es ist dieser unverkennbare Mix aus Hochglanz und Punk-Rock-Ästhetik, der dieses Werk so einzigartig macht.


