Der Euro behält trotz Dollar-Gegenwind Kursgewinne bei
Der Euro zeigt sich zu Wochenbeginn stabil und schafft es, seine beachtlichen Kursgewinne vom vorherigen Freitag nahezu vollständig zu halten. Die europäische Gemeinschaftswährung wird am Montagmorgen zu 1,1719 US-Dollar gehandelt, was nur leicht unter dem Höhepunkt von 1,1743 Dollar liegt, der am Freitagabend verzeichnet wurde – dem höchsten Stand seit Ende Juli.
Der Anstieg des Euro war maßgeblich durch Signale einer möglichen Zinssenkung der US-Notenbank Fed befeuert worden. Fed-Chef Jerome Powell hatte in einer vielbeachteten Rede beim Notenbankertreffen in Jackson Hole Bedenken hinsichtlich des amerikanischen Arbeitsmarktes geäußert. Diese Äußerungen führten zu einer Abwertung des US-Dollars und stärkten damit den Euro.
Der Markt preist nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 86 Prozent eine Zinssenkung in den USA im September ein – eine deutliche Erhöhung im Vergleich zu vor Powells Rede. Im weiteren Verlauf des Tages könnte das Ifo-Geschäftsklima, das für Deutschland erwartet wird, frischen Wind in die weltweiten Finanzmärkte bringen. Größere Bewegungen auf den Devisenmärkten dürften hingegen vorerst ausbleiben, da wichtige Konjunkturdaten rar gesät sind.

