Bluttat in der Silvesternacht

Der Anschlag von New Orleans - Was wir wissen und was nicht

02. Januar 2025, 21:08 Uhr · Quelle: dpa
Mit voller Absicht soll der Attentäter in die Menge gerast sein und 14 Menschen getötet haben. Das FBI geht von Terror aus und spricht von einem klaren Bezug zum IS. Manches ist aber noch unklar.

New Orleans (dpa) - Ein Mann fährt am Neujahrsmorgen in einem belebten Viertel von New Orleans mit einem Pick-up-Truck in eine feiernde Menschenmenge. 14 Menschen sterben, der Täter wird von Polizisten erschossen. Das Entsetzen über den Anschlag ist groß - nicht nur in den USA.

Was wir wissen

  • Die Ermittler sprechen mittlerweile von 14 Todesopfern und 35 Verletzten. Zuvor hatte das FBI die Zahl der Todesopfer mit 15 angegeben.
  • Die tödliche Fahrt durch die Menschenmenge begann wenige Stunden nach dem Jahreswechsel, gegen 3.15 Uhr Ortszeit, im beliebten Ausgehviertel French Quarter.
  • Laut den Ermittlern fuhr der Täter mit sehr hoher Geschwindigkeit. Die Polizei sprach von einem «sehr absichtlichen Verhalten» des Fahrers.
  • Nach seiner Fahrt schoss der Täter laut Behördenangaben auf Polizisten und starb dann bei einem Schusswechsel mit den Beamten.
  • Zwei Polizisten kamen verletzt ins Krankenhaus, sind aber in stabilem Zustand.
  • Laut FBI handelt es sich bei dem Täter um einen 42 Jahre alten in Texas geborenen US-Staatsbürger namens Shamsud-Din J. Er diente in der US-Armee und wurde danach jahrelang weiter als Reservist geführt.
  • Die US-Behörden gehen von einem gezielten Terroranschlag aus. Im Wagen des Täters wurde eine Flagge der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gefunden. Laut Polizei wurde er vom IS inspiriert und gab sich in kurz vor der Tat geposteten Videos als Anhänger der Terrormiliz zu erkennen. In einem der Videos erklärte der Mann laut Polizei, dass er ursprünglich vorhatte, seiner Familie und seinen Freunden Schaden zuzufügen, aber er sei besorgt gewesen, dass sich die Schlagzeilen dann nicht auf den «Krieg zwischen den Gläubigen und den Ungläubigen» konzentriert hätten.
  • Im Fahrzeug befanden sich laut FBI Waffen. Außerdem wurden demnach außerhalb des Wagens zwei «funktionstüchtige» Sprengsätze entdeckt. Beide seien sicher geborgen worden.
  • Die Polizei suchte zunächst nach möglichen Komplizen. Mittlerweile gehen die FBI-Ermittler davon aus, dass der Täter alleine handelte.
  • Laut FBI handelt es sich bei dem Tatfahrzeug um einen über den Vermittlungsdienst Turo privat angemieteten Wagen. Der Täter habe das Fahrzeug am 30. Dezember in Houston im Bundesstaat Texas gemietet und sei von dort aus nach New Orleans gefahren.
  • Der Täter nutzte bei seiner Attacke offenbar eine Sicherheitslücke aus: Es fehlten einem Medienbericht zufolge Poller, die den Pick-up-Truck hätten aufhalten können. Die Poller sollten in Vorbereitung auf den Super Bowl, den New Orleans am 9. Februar ausrichtet, ausgetauscht werden.
  • Das FBI sieht derzeit keinen Zusammenhang zwischen dem Anschlag und der Explosion eines Tesla-Cybertrucks, die sich am Neujahrsmorgen vor dem Trump International Hotel in Las Vegas ereignete. Der Cybertruck war nach Polizeiangaben über den gleichen Anbieter angemietet worden wie das Fahrzeug in New Orleans.

Was wir nicht wissen

  • Der genaue Zustand der Verletzten ist unklar.
  • Es ist auch unklar, warum der Täter New Orleans als Anschlagsort wählte.
  • Einige Fragen zum Werdegang und Hintergrund des Attentäters sind noch offen - unter anderem, wie es zu seiner Radikalisierung kam. 
Terrorismus / USA / Hintergrund
02.01.2025 · 21:08 Uhr
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