Demonstrationen für eine nachhaltigere Landwirtschaft in Berlin: Klare Botschaft an die Politik
In der deutschen Hauptstadt versammeln sich erneut Tausende, um für eine umwelt- und tierfreundlichere Landwirtschaft zu protestieren. Organisiert wird die Demonstration, wie jedes Jahr, vom Bündnis 'Wir haben es satt!', das aus etwa 60 Organisationen aus der Landwirtschaft und Zivilgesellschaft besteht.
Die Protestierenden kritisieren die Bundesregierung scharf und werfen ihr vor, in der Agrarpolitik rückwärts zu gehen. Besonders verärgert sind sie über die erneute Verschiebung der Einführung einer staatlichen Tierhaltungskennzeichnung, die nun erst Anfang 2027 geplant ist. Zudem befürchten sie, dass unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus wichtige Regelungen zum Klima-, Umwelt- und Tierschutz gefährdet werden.
Während die Proteste die Straßen Berlins beleben, trifft sich parallel die Elite der Agrarpolitik auf der Grünen Woche. Auf der Konferenz diskutieren die Agrarministerinnen und -minister der Länder unter anderem über die Zugänglichkeit zu sauberem Trinkwasser. Die Messe selbst, die bereits am Freitag ihre Tore öffnete, rechnet an diesem Wochenende mit einer großen Besucherzahl und erwartet insgesamt rund 325.000 Interessierte bis zum Abschluss der Veranstaltung.

