Demografische Entwicklung drückt Markt für Baby- und Kinderausstattung
Die Nachfrage nach Produkten für Babys und Kleinkinder hat 2024 einen merklichen Rückgang erfahren. Eltern gaben im Durchschnitt 1.138 Euro für die Bedürfnisse ihres Kindes in den ersten drei Lebensjahren aus, ein leichter Rückgang im Vergleich zu 1.160 Euro im Vorjahr. Der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) in Köln berichtet, dass der Jahresumsatz in der Baby- und Kinderausstattungsbranche um sieben Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gesunken ist.
Dieses Minus wird unter anderem auf die demografische Entwicklung zurückgeführt, da die Zahl der Neugeborenen um zwei Prozent abgenommen hat. Doch auch die Konsumgewohnheiten spielen eine Rolle: Es wird beobachtet, dass Eltern kritischer einkaufen und der Fokus auf Preis-Leistungs-Verhältnissen liegt. Diese verstärkte Achtsamkeit betrifft gleichermaßen Kinderwagen, Spielzeug und Kleidung.
Der Markt für Kinderwagen zeigt indessen eine technologische Weiterentwicklung. Im Jahr 2024 wurden 646.000 Kinderwagen abgesetzt, was einem Rückgang von 3,2 Prozent entspricht. Experten prognostizieren jedoch eine Trendwende, da innovative Modelle mit technologischen Features wie elektrischen Schiebehilfen und Sensoren im Kommen sind.
Auch im Bereich der Autokindersitze sind smarte Entwicklungen zu verzeichnen. Neue Sitze nutzen moderne Technik zur Steigerung von Sicherheit und Komfort, obwohl die Verkaufszahlen konstant bei zwei Millionen Einheiten blieben. Anders sieht es beim Babyspielzeug aus, hier fiel der Umsatz um elf Prozent auf 562 Millionen Euro.

