Debatte um Lithium-Abbau in der Altmark: Sven Schulze mahnt zur Geduld
In der Altmark steht ein potenzielles Milliardenprojekt in den Startlöchern, doch der Weg dorthin ist noch weit. Der Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), betont, dass es noch etlicher Klärungen bedarf, bevor in der Region an den Abbau von Lithium gedacht werden kann. Im Magdeburger Landtag erläuterte Schulze, dass der Abbau nicht unmittelbar bevorsteht, sondern weitere Untersuchungen notwendig seien.
Neptune Energy, ein Unternehmen aus der Energiebranche, hat im Norden Sachsen-Anhalts eine gewaltige Lithium-Ressource identifiziert. Laut einem von ihnen in Auftrag gegebenen Gutachten beläuft sich das Vorkommen auf beeindruckende 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent. Damit würde es sich um eine der größten bekannten Ressourcen weltweit handeln. Angesichts der zentralen Bedeutung von Lithium für die Batterieproduktion in Elektroautos und die Energiewende, wäre ein Abbau hier von erheblicher Bedeutung.
Dennoch bleibt die entscheidende Frage offen, ob diese Vorkommen wirtschaftlich genutzt werden können. Schulze weist darauf hin, dass sich das geschätzte Vorkommen in beträchtlicher Tiefe befindet. Zudem sehe sich die Rohstoffgewinnung in Deutschland mit zahlreichen Abhängigkeiten konfrontiert, insbesondere von China. Der Minister betonte die Notwendigkeit einer sachlichen Diskussion in den kommenden Jahren über die machbaren Möglichkeiten im eigenen Land.

