Dax zeigt Schwäche angesichts geopolitischer Spannungen
Die jüngsten geopolitischen Spannungen strahlen auf die weltweiten Finanzmärkte aus: Der deutsche Leitindex Dax wird zum Handelsstart am Montag mit einem erwarteten Rückgang von 0,6 Prozent bewertet, was einem Stand von 23.218 Punkten entspricht. Diese Tendenz deutet auf eine Rückkehr in Richtung des Tiefststandes vom vergangenen Freitag hin, wodurch die zuvor getestete 50-Tage-Durchschnittslinie erneut ins Rampenlicht rückt.
Anleger bleiben angesichts dieser internationalen Unsicherheiten nervös. Hintergrund der Marktverwerfungen ist die Entscheidung der USA, sich aktiv am Konflikt zwischen Israel und Iran zu beteiligen, indem sie unterirdische iranische Atomfacilitäten bombardierten. Die überraschende, durch US-Präsident Donald Trump initiierte Aktion, lässt international die Sorge vor einer Ausweitung der Kriegshandlungen im Nahen Osten aufkommen. Besonders heikel wird die Situation durch die Tatsache, dass die USA dabei Deutschland und andere europäische Länder übergangen haben, die noch am Freitag Gespräche mit Teheran wegen des Atomprogramms führten.
Marktexperte Stephen Innes von SPI Asset Management hob hervor, dass das größere Risiko weniger in den aktuellen Ereignissen liege, sondern vielmehr in den unsicheren Folgen dieser Entwicklung. Auch die Ölpreise gewinnen weiter an Auftrieb, da die Möglichkeit in Betracht gezogen wird, dass der Iran die Straße von Hormus blockieren könnte – eine Schlüssellage für den globalen Öltransport, deren Sperrung wirtschaftliche Turbulenzen nach sich ziehen könnte.

