Dax vor Herausforderungen: Optionsverfall und Feiertagsstimmung lassen Anleger aufhorchen
Nach einer Erholung des Dax am Vortag sieht es so aus, als müssten die Anleger trotz positiver Jahresbilanzen am Freitag erneut einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Der Broker IG schätzte den deutschen Leitindex zwei Stunden vor Handelsbeginn rund 0,3 Prozent niedriger ein, auf 24.130 Punkte. Aufgrund dieses schwächeren Starts droht, dass die Wochenbilanz des Dax moderat negativ ausfällt. Diese Entwicklung trübt jedoch nicht den Gesamtblick: Der Dax verzeichnet im Dezember ein Plus von über einem Prozent und kann im Jahresverlauf mit einem beeindruckenden Zuwachs von mehr als 21 Prozent glänzen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Handelsverlauf am Freitag, da es sich um den "größten und wichtigsten Optionsverfall des Jahres" handelt, so der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners. Der Fokus richtet sich dabei auf die kritische Marke von 24.000 Punkten, die zuletzt gelegentlich unterschritten wurde. Doch dank Inflationsdaten aus den USA erhielt der Dax den notwendigen Auftrieb, um sich wieder ein Polster zu dieser psychologischen Barriere aufzubauen.
Hinsichtlich der Handelsperspektiven betont Altmann, dass dies "der letzte große Handelstag des Jahres" werden dürfte. Die nachfolgende Woche wird aufgrund der Weihnachtsfeiertage merklich kürzer, da viele Anleger sich in den wohlverdienten Urlaub zu verabschieden gedenken. Auf der Unternehmensseite rücken unter anderem Adidas, Puma und DHL ins Rampenlicht. Diese Unternehmen werden genauer beobachtet, nachdem ihre US-Kontrahenten, Fedex und Nike, am Vorabend nach Schließung der US-Börsen ihre jüngsten Geschäftszahlen präsentiert hatten.

