Dax unter Druck: Trump sorgt erneut für Unsicherheit
Der Dax steht zu Beginn der Handelswoche vor der Herausforderung, seine anfänglichen Gewinne fast vollständig abzugeben. Vor dem Start des regulären Handels deutete der X-Dax auf ein um 0,7 Prozent schwächeres Öffnungsbild bei 23.521 Punkten hin. Am Montag hatten noch nachlassende Befürchtungen über den Konflikt im Nahen Osten die Märkte gestützt, doch dieser leichte Optimismus wird nun durch Aussagen und Handlungen von US-Präsident Donald Trump gedämpft. Parallel dazu erwartet man den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ebenfalls mit einem Minus von 0,7 Prozent.
Für Aufsehen sorgte Trumps plötzlicher Abbruch des G7-Gipfels in Kanada. Ohne genaue Informationen zu den Hintergründen kehrt er nach Washington zurück, wie seine Sprecherin Karoline Leavitt erklärte. Dabei bleibt unklar, ob die USA eine militärische Intervention im Nahen Osten in Betracht ziehen, auch wenn viele Experten weiterhin auf eine diplomatische Lösung hoffen.
Eine positive Überraschung beim Gipfel war jedoch die gemeinsame Erklärung der G7 zur Sicherheitslage zwischen Israel und Iran. Mit Kanada an der Spitze verurteilte man den Iran als "Hauptquelle regionaler Instabilität" und bekräftigte zugleich Israels Recht auf Selbstverteidigung. Die G7 betonten zudem ihr langjähriges Ziel, den Erwerb von Atomwaffen durch den Iran zu verhindern.
Unternehmensseitig rücken die Aktien der Deutschen Telekom in den Fokus. Der japanische Mischkonzern Softbank veräußerte Anteile an T-Mobile, der US-Tochter der Deutschen Telekom, um Investitionen in Künstliche Intelligenz zu tätigen. Diese Nachricht belastete bereits die Papiere von T-Mobile US im nachbörslichen Handel, während die Aktien der Deutschen Telekom auf Tradegate knapp ein Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Montag notierten.

