Dax taumelt im Zickzackkurs um psychologische Hürde

Der Dax steht erneut im Fokus der Anleger, während er sich mit der symbolträchtigen 25.000-Punkte-Marke abmüht. Trotz eines anfänglichen Höhenflugs am Wochenbeginn, zeigt sich der Start in den Dienstag verhalten. Frühindikatoren wie der X-Dax deuten auf einen leichten Rückgang von 0,1 Prozent und einen Punktestand von 24.985 hin. Ein weiterer Vorstoß Richtung des Januar-Rekordhochs von 25.507 Punkten bleibt damit vorerst aus.
Internationale Unterstützung bleibt am Dienstag aus. Während die US-Indizes nach europäischem Börsenschluss an Schwung verloren, fokussierten sich Investoren in Asien auf Tokio, wo der Nikkei-225 von einem politischen Wahleffekt profitierte. Dies hilft dem Dax allerdings wenig in seiner Aufwärtsbewegung.
Mit Blick auf den anstehenden US-Arbeitsmarktbericht verharren viele Investoren derzeit in einer abwartenden Haltung. Der Dow Jones und der S&P 500 stehen nahe an neuen Höchstständen. Vorzeichen für Bewegung könnten die Veröffentlichung der US-Einzelhandelszahlen bringen, welche das wichtige Weihnachtsgeschäft abbilden.
Doch Zahlenvorlagen zweier Firmen lassen auf dem deutschen Markt keinen Optimismus aufkommen. Teamviewer gab einen verhaltenen Ausblick auf das kommende Jahr, was die Aktie im vorbörslichen Handel um mehr als sechs Prozent in Richtung Niedrigststände drückte. Auch Tui sieht sich Gewinnmitnahmen gegenüber, obwohl der operative Gewinn gesteigert werden konnte. Umsatz und Buchungslage für die Sommersaison ließen jedoch zu wünschen übrig.
Analystenkommentare dominieren weiterhin die Marktlage: UBS strich Kaufempfehlungen für die United-Internet-Töchter 1&1 und Ionos, Citigroup für Nordex, und Berenberg nahm Eon von ihrer Kaufliste. Im Gegenzug äußert sich Goldman positiv über einige Chemietitel, während Jefferies neue Kaufanreize für Aixtron setzt.

