Dax strauchelt unter Handelskonfliktbelastungen und Belastungsprobe der Quartalszahlen
Die trüben Wolken über dem internationalen Handelsstreit zwischen den USA und China beeinflussen weiterhin die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Der zaghafte Erholungsversuch erweist sich als kurzlebig, da Anleger trotz des hohen Niveaus des Dax vorsichtig bleiben. Die Aufmerksamkeit richtet sich zudem auf die bevorstehende Berichtssaison in den USA, bei der die Quartalszahlen großer Banken erwartet werden.
Schon kurz nach Handelsbeginn am Dienstag rutschte der Dax um 0,9 Prozent auf 24.180 Zähler ab, nachdem er zuvor zeitweise sogar noch tiefer gefallen war. Auch der MDax, der Index der mittelständischen Unternehmen, verzeichnete einen Rückgang um 1,0 Prozent auf 30.140 Punkte. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, verlor ebenfalls 0,9 Prozent auf 5.519 Zähler.
Der Handelskonflikt nahm am Freitag erneut Fahrt auf, als US-Präsident Trump am Sonntag zwar versöhnliche Signale Richtung China sendete, doch die jüngsten Äußerungen aus Peking machen deutlich, dass China entschlossen ist, die Auseinandersetzung mit den USA fortzuführen – auch wenn man offen für Verhandlungen bleibe. Charttechnisch bleibt der Dax in einem Seitwärtstrend, solange er nicht nachhaltig unter die Marke von 24.162 Punkten fällt, so Analyst Martin Utschneider von Robomarkets. Diese Marke stellte erst zu Beginn des Monats Oktober einen Sprungbrett zu einem Rekordhoch von 24.771 Punkten dar. Sollte der Dax jedoch keinen Halt bei diesen 24.162 Punkten finden, ergibt sich als nächstliegende Orientierung die 38-Tage-Linie bei 23.923 Punkten.

