Dax startet verhalten in den Juni: Anleger zeigen sich unbeeindruckt von Trumps Zolldrohungen
Der Dax hat nach einem erheiternden Mai eine kleine Verschnaufpause eingelegt und ist mit einem leichten Rückgang in den Juni gestartet. Grund für die gedämpfte Stimmung an den Märkten war unter anderem die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Zölle auf Stahlimporte auf das Doppelte zu erhöhen. Trotz dieser Drohungen haben die Anleger mittlerweile eine gewisse Gelassenheit entwickelt, getreu dem Motto: "Schon wieder das Gleiche". Der Dax, der zwischenzeitlich einen Rückgang von über einem Prozentpunkt hinnehmen musste, schloss letztlich mit einem moderaten Minus von 0,28 Prozent bei 23.930,67 Punkten.
Nicht nur Trumps Eskapaden sorgten für Verstimmung, auch schwache Wirtschaftsdaten aus den USA taten ihr Übriges und ließen die Aktienkurse nicht frohlocken. Jochen Stanzl von CMC Markets beobachtete ein nachlassendes Kaufinteresse der Anleger, insbesondere in der Nähe der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Punkten. Er prophezeit dem Dax eine herausfordernde Sommerperiode, die sich möglicherweise bis in den Oktober ziehen könnte.
Im Gegensatz zum Dax, der sich nach einer "Mai-Party", wie Experten von Index Radar bemerkten, in einer Konsolidierungsphase befindet, erzielte der MDax einen leichten Gewinn. Der Index für mittelgroße deutsche Unternehmen setzte seinen positiven Trend vom Montag fort und konnte sein Jahresplus zum Start in den Juni um 0,53 Prozent auf 30.756,09 Punkte ausbauen.

