Dax im Pendelkurs: Anleger beobachten Umbaupläne und Rüstungswerte
Der Dax kann die positive Dynamik vom Wochenbeginn am Dienstag nicht fortsetzen und bleibt in einem Pendelkurs um die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten verhaftet. Trotz der anhaltenden Unsicherheiten verzeichnet der deutsche Leitindex im laufenden Jahr ein erfreuliches Plus von rund zwanzig Prozent.
Die Ruhe des Montags an den Aktienmärkten, bedingt durch Feiertage in Großbritannien und den USA, setzte sich fort, erschwert durch das Fehlen von Analystenkommentaren. In dieser verhaltenen Atmosphäre konnte der Dax vorübergehend bis auf knapp 100 Punkte an sein jüngstes Rekordhoch von 24.152 Punkten heranreichen.
Zünglein an der Waage war die Verzögerung neuer Zölle durch US-Präsident Trump für die europäische Wirtschaft. Doch nun zeichnet sich eine leichte Korrektur ab: Der X-Dax, als Vorbote des Dax, signalisiert eine Stunde vor Handelsbeginn einen leichten Rückgang von 0,1 Prozent auf 24.002 Punkte. Auch der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, wird schwächer erwartet.
Besondere Aufmerksamkeit der Investoren verdienen die Aktien von Thyssenkrupp. Nach der Präsentation von Plänen zur Separation weiterer Geschäftsfelder erreichten die Papiere ihr 50-Tage-Hoch und machten Verluste vom Monatsbeginn wett. Es bleibt abzuwarten, ob die Aussicht auf eine Neustrukturierung und eine mögliche Wertsteigerung des Unternehmens zusätzliche Investoren anzieht.
Auch die Rüstungswerte erleben einen Höhenflug. Rheinmetall, Renk und Hensoldt setzten ihre Rekordjagd fort und erreichten am Vortag neue Bestmarken. Insbesondere Rheinmetall beeindruckt mit einer Verdreifachung des Aktienwerts im bisherigen Jahresverlauf. Vorbörslich deuten sich erneut kleine Kursgewinne an.

