DAX im Aufwind: Jahresendrally nimmt Fahrt auf
Der DAX zeigt sich derzeit in bester Form und nähert sich unbeirrt der symbolträchtigen Marke von 24.500 Punkten. Gestützt wird der deutsche Leitindex dabei von positiven Signalen aus den USA, wo der Dow Jones Industrial aufgrund der jüngsten Leitzinssenkung auf ein neues Allzeithoch geklettert ist. Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, äußert sich überzeugt: "Der DAX bleibt auf Kurs, die Jahresendrally läuft."
Im frühen Handel konnte der DAX um 0,7 Prozent auf 24.455 Punkte zulegen und übertraf damit das Hoch aus dem Vormonat November. Molnar sieht die nächste relevante Hürde nur noch knapp vor dem bisherigen Rekordhoch vom Oktober bei rund 24.770 Punkten. Die Stimmung am Markt bleibt freundlich, da sich der Fear-&-Greed-Index im neutralen Bereich bewegt, was Raum für weitere Stimmungsaufhellungen bietet.
Parallel dazu legte der MDAX um 0,9 Prozent auf 30.178 Punkte zu, während der EuroStoxx 50 einen Zuwachs von 0,7 Prozent auf 5.794 Zähler verbuchte. Auch hier rücken die Bestmarken wieder in greifbare Nähe. Im Vorfeld hatte der DAX nach einer anfänglichen Enttäuschung über die Quartalszahlen und hohen KI-Investitionen von Oracle eine beeindruckende Erholung hingelegt und seinen seit Oktober bestehenden Korrekturtrend überwunden.
Unter den Einzelwerten war die Aktie von Adidas mit einem Plus von 2,3 Prozent führend im DAX, während Puma im MDAX mit 3,6 Prozent zu den Favoriten zählte. Beide Unternehmen profitierten von positiven Quartalsberichten von Lululemon, die vor allem dank des florierenden China-Geschäfts die Erwartungen übertrafen. Auch Aktien von RWE notierten im Plus und stiegen um 0,6 Prozent, nachdem JPMorgan-Analyst Javier Garrido das Kursziel heraufgesetzt und das Papier auf seine "Analyst Focus List" gesetzt hatte. Eon, ebenfalls auf Garridos Liste "Positive Catalyst Watch", verbesserte sich um 0,7 Prozent. Die Lufthansa erfuhr dank einer Hochstufung von Kepler Cheuvreux auf "Buy" einen kräftigen Auftrieb und wurde mit einem Anstieg von 5,4 Prozent zum Spitzenreiter im MDAX erklärt. Analyst Marc Zeck betonte die zunehmende Attraktivität des Chancen-Risiko-Verhältnisses trotz bestehender Herausforderungen.

