DAX-Gewitter am Wochenausklang: Ein Blick auf punktehungrige Märkte und optimistische Analysen
Zum Wochenausklang zeigte sich der deutsche Aktienmarkt von seiner zurückhaltenden Seite. Der DAX schloss mit einem Rückgang von 0,6 Prozent bei 23.789 Punkten, was auf einen Wochenverlust von rund einem Prozent hindeutet. Auch der MDAX, der Index mittelgroßer Unternehmen, gab um 0,6 Prozent nach und landete bei 30.214 Punkten. Einen ähnlich pessimistischen Ton schlug der EuroStoxx 50 an, der um 0,8 Prozent fiel.
Unterdessen konnten die europäischen Investoren nicht von den rekordverdächtigen Nasdac-Schlussständen des Vorabends profitieren. Da die amerikanischen Börsen am heutigen Tag wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen bleiben, wurde ein zusätzlicher Impuls versagt. In Sachen Handelskonflikt zwischen der EU und den USA drängt die Zeit: Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten ab dem 9. Juli weitere Zölle der USA in Kraft treten—ein Druckmittel, das Präsident Trump eifrig einsetzt.
Unternehmensseitig gibt es wenig zu berichten. Der Industrie- und Autozulieferer Stabilus füllte jedoch seine vakante CFO-Position mit Andreas Jaeger, vormals bei der Forbo Holding tätig. Diese strategische Personalentscheidung wurde von den Märkten mit einem Minus von 2,2 Prozent im SDAX quittiert, was Stabilus auf den letzten Platz im Index verwies.
Keinen Grund zur Tristesse verspüren hingegen die Aktionäre von Rheinmetall. Der Titel gewann an der DAX-Spitze 0,6 Prozent, als JPMorgan das Kursziel für die Papiere auf 2250 Euro anhob. Diese optimistische Einschätzung wird von einer erwarteten Ergebnissteigerung bis 2030 untermauert, was David Perry von JPMorgan dazu bewegt, Rheinmetall zu seinem bevorzugten Rüstungswert in Europa zu küren.
Im MDAX bleiben die Aktien von Jungheinrich und DWS nach negativen Analystenbewertungen unter Druck. Exane BNP stufte Jungheinrich herab, während DWS auf 'Underperform' rutschte. Besonders auffällig: Die Aktien von HHLA wurden aufgrund eines Dividendenabschlags belastet.

