Dax auf Höhenflug: Hoffnung auf Friedensgespräche beflügelt Anlegerträume
Die bevorstehenden Gespräche zwischen Donald Trump und Wladimir Putin verleihen den Finanzmärkten einen positiven Impuls. Der deutsche Leitindex Dax steigerte sich zur Mittagszeit um 0,5 Prozent auf 24.495 Punkte, nachdem er am Vortag um 0,8 Prozent zulegen konnte. Die in greifbare Nähe rückende Bestmarke von 24.639 Punkten könnte bald überschritten werden, auch wenn technische Hürden bei rund 24.500 Punkten vorerst eine Bremse darstellen. Dennoch deutet sich im Wochenverlauf ein Plus von fast anderthalb Prozent an.
Optimismus herrscht, obwohl die Gespräche "mit viel Symbolik und wenig Ergebnissen" enden könnten, so Jürgen Molnar von RoboMarkets. Anleger träumen von neuen Dax-Rekorden, während das Zusammentreffen möglicherweise eine Grundlage für ein zweites Treffen darstellt. Analyst Stephen Innes weist darauf hin, dass bereits eine nebensächliche Bemerkung an den Börsen spürbare Kursausschläge verursachen könnte. Enttäuschungen sind nicht ausgeschlossen, warnt Robomarkets-Experte Molnar. Sollte es gelingen, ernsthafte Fortschritte in Richtung Frieden zu erzielen, könnte das Thema Wiederaufbau der Ukraine verstärkt in den Vordergrund rücken.
Im Vorfeld des Gipfels lenken Unternehmensmeldungen und US-Konjunkturdaten das Augenmerk. Für die Zinspolitik der Fed sehen die Experten der Helaba etwaige gute Einzelhandelsumsätze als dämpfend für Zinssenkungserwartungen an. Unternehmenstechnisch blieb es ruhig, abgesehen von Quartalsberichten zuvor. Die Verve Group im SDax fiel um über 23 Prozent aufgrund gesenkter Umsatzprognosen und technischer Probleme. Im MDax verzeichneten Thyssenkrupp-Titel Verluste von 5,2 Prozent, belastet durch zurückgenommene Jahresziele und negative Kursprognosen durch JPMorgan. Der Dax verzeichnete Rheinmetall als Schlusslicht mit einem Verlust von 2,6 Prozent, während BASF um 2,2 Prozent zulegte. Für Rheinmetall realisierten Investoren Gewinne nach dem erfolgreichen Jahresverlauf, im Zuge der Hoffnung auf eine Beruhigung in der Ukraine.

