Das Ringen um Verantwortung in der digitalen Welt: KGM gegen die Social-Media-Giganten
Die junge Frau, die unter den Initialen KGM bekannt ist, entfesselt eine juristische Schlacht gegen große Social-Media-Konzerne in den USA. Als Kind schon von Plattformen wie Youtube und Instagram angezogen, klagt sie nun im Alter von 20 Jahren gegen die Internetriesen. Ihr Vorwurf: Die Netzwerke seien bewusst suchterzeugend gestaltet und hätten nachhaltige psychische Probleme bei ihr ausgelöst.
KGM berichtet von einem veränderten Kindheitsverlauf durch den exzessiven Konsum von Social Media und macht die speziellen Funktionen der Plattformen dafür verantwortlich. Vor Gericht unterstreicht ihr Anwalt, dass Algorithmen die junge Frau in ungesunde Verhaltensmuster gedrängt hätten. Während Snapchat und Tiktok außergerichtliche Einigungen anbieten, setzen Instagram und Youtube auf eine gerichtliche Klärung. Dies könnte ein Präzedenzfall werden, an dem sich zahlreiche ähnliche Klagen orientieren könnten.
Die Diskussion um die Haftung der Plattformen ist jedoch komplex: Social Media genießt in den USA einen weitgehenden Schutz unter Section 230, welcher Plattformen Immunität für nutzergenerierte Inhalte verleiht. Doch Richterin Carolyn Kuhl ließ die Klage zu, da mögliche Beweise existieren, die nahelegen, dass die App-Funktionen zu KGM's zwanghaftem Konsum führten. Meta verteidigt sich, KGM's psychische Probleme seien nicht im Zusammenhang mit der App-Nutzung entstanden.
Europa und Australien formulieren ebenfalls Ansprüche gegen ähnliche Praktiken bei Tiktok beziehungsweise durch Gesetzesmaßnahmen. Diese weltweiten Regulierungsansätze zeigen die veränderte Wahrnehmung von Plattformmanipulationen.

