Das normale Bad wird zur Wellness-Oase

Das Bad feiert ein Comeback als Wohnraum. Auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne 2014 in Köln wurde das Badezimmer als das neue Wohnzimmer der Zukunft präsentiert. Hightech-Duschen mit Massagedüsen, Lichttherapie, Badewannen mit Whirlpool, Interior, was sonst im Spa anzutreffen ist, soll im Bad Platz finden. Edle Tapeten und extravagante Bodenbelege sollen die eher schnörkellose Grundeinrichtung ersetzen und Wohnzimmeratmosphäre ins Bad bringen. Moderne Technologien machen aus dem Bad ein Rückzugsort, wie man ihn nur aus Luxus-Hotels kennt – dazu gehören zum Beispiel berührungslose Armaturen, Spiegel mit App-Funktion, um etwa Musik vom Smartphone abzuspielen, sowie wasserdichte Fernseher. Der Wohlfühlfaktor steht beim Bad von Morgen im Vordergrund. Die rein funktionale Standardeinrichtung ist passé.
Gemütlichkeit steht im Badezimmer an erster Stelle
Für die neuen Einrichtungstrends dürften sich hierzulande so einige begeistern können. Bei einer Umfrage des Zukunftsinstituts im Auftrag der Sanitärtechnikfirma Geberit (Siehe PDF) kam heraus: 51 Prozent der Deutschen würden ein neues Bad einem neuen Auto (38 Prozent) vorziehen, wenn sie die Wahl hätten. 63 Prozent demonstrieren sogar eine Aufgeschlossenheit gegenüber Neuerungen im Bad. 34 Prozent der männlichen und 47 Prozent der weiblichen Befragten messen dabei dem Wohlfühlfaktor im Bad einen hohen Stellenwert bei. Kriterien wie "groß, hell, warm, sanft" (92 Prozent), "natürlich, trocken" (87 Prozent) und "nachhaltig" (64 Prozent), aber auch "hochwertig, gemütlich" und "innovativ" (63 Prozent) würden laut den Befragten ein Traumbad ausmachen. Das Thema altersgerechtes Wohnen steht bei der Mehrheit hoch im Kurs – 96 Prozent der Befragten ab 55 Jahre und älter ist es wichtig, dass sie sich auch im Alter ohne Einschränkungen, um die eigene Körperpflege kümmern können. Lösungen wie das Dusch-WC sollen diesem Wunsch nach mehr Autonomie im Alter in den eigenen vier Wänden entgegenkommen. Das Motto lautet hier "barrierefreies" Wohnen. Duschkabinen wie die Modelle auf Duschmeister.de, die als Vorrichtung für den Einbau einer bodengleichen Dusche bzw. Walk-In Dusche dienen, verwandeln die herkömmliche Nasszelle in ein altersgerechtes Terrrain.
Vernetzung im Bad gewährleistet bessere Energiebilanz
Höherer Komfort im Bad und Energiesparen sollen, wenn es nach den Trends geht, Hand in Hand gehen. Durch eine Vernetzung der Haustechnik soll es möglich sein, den Energieverbrauch zu senken, ohne dass dafür eine Verhaltensänderung notwendig wird. Heizungen, die sich dank eines Bewegungsmelders automatisch abschalten, wenn man das Haus verlässt, und die über Fernsteuerung via Smartphone unterwegs eingeschaltet werden können, fallen unter den Trend der Gebäudeautomation, der auch für das Bad mehr Geltung erlangen soll. Energieeinsparungen von 25 Prozent sollen dabei herumkommen. Andere Besonderheiten wie Duschen oder Toiletten, die das Abwasser selbst recyceln, lassen das grüne Badezimmer Gestalt annehmen. So könnte ein zu hoher Wasserverbrauch in den deutschen Wohnbädern bald der Vergangenheit angehören.

